Streik bei Aviapartner geht in die nächste Runde

Der Streik des Personals in der Gepäckabfertigung von Aviapartner auf dem Flughafen von Zaventem geht in eine weitere Runde. Die Verhandlungen mit der Direktion haben noch zu keinem Ergebnis geführt. Um elf Uhr an diesem Montag sind die Verhandlungen wieder aufgenommen worden.

Die Fluggesellschaft TUI Fly weicht inzwischen auf andere Flughäfen aus. Teilweise setzt die Gesellschaft auch eigenes Personal für die Gepäckabfertigung ein.

Aviapartner hat in den vergangenen Jahren Verluste gemacht. Das geht aus der Jahresbilanz hervor. Letztes Jahr noch betrug der Verlust mehr als zwei Millionen Euro und das Jahr davor waren es knapp 6 Millionen Euro. Das Unternehmen hat auch Schulden in Höhe von knapp 50 Millionen Euro. Die Direktion hat deshalb nur wenig Verhandlungsspielraum und kann dem Personal wohl kaum Zugeständnisse machen. Es sei einfach kein Geld da, heißt es.

Die starke Konkurrenz auf dem Brüsseler Flughafen und die Folgen der Finanzkrise von 2008 seien die Ursache des Ganzen. Stellt sich die Frage, ob überhaupt eine Einigung in dieser Situation möglich ist. Verschiedene Stimmen werden laut, dass künftig gar mit einem Bankrott gerechnet werden müsse.

An diesem Montag beginnt der vierte Verhandlungstag zwischen den Gewerkschaften und der Direktion des Gepäckabfertigers Aviapartner. Die Gewerkschaften sind misstrauisch und kritisieren die Haltung der Direktion. „Wir haben immer noch nicht den Eindruck, dass uns die Direktion mit irgendetwas entgegen kommt“, so Fouad Bougrine von ACLVB. 

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