Neues Phänomen? Kokain in Textil eingebracht und geschmuggelt

Die Polizei in der flämischen Provinz Limburg ist wohl einem neuen Phänomen in Sachen Drogenschmuggel auf die Schliche gekommen. Bei Hausdurchsuchungen in Alken, Genk und Opglabbeek fanden Ermittler Kokain, dass wahrscheinlich in Stoffen und Kleidungsstücken nach Belgien geschmuggelt wurde. 

Die Bekleidungsstoffe waren vermutlich mit Kokain getränkt und diese Droge wurde anschließend über ein chemisches Verfahren wieder aus den Textilien herausgefiltert. Bei einer Hausdursuchung in Genk stießen die Fahnder auf eine Schale (Foto), die einen Püree-artigen Brei enthielt, der sich als Kokain erwies, das aus herumliegenden Stoffen gewonnen wurde. 

„Dies ist ein außergewöhnlicher Vorgang in Belgien. Das beweist aber, dass man in Sachen Kokainschmuggel einfallsreich bleibt.“

Polizeisprecherin Marleen Smeyers

Den Ermittlern zufolge ist aus diesen Textilien möglicherweise bis zu 2 kg Kokain gewonnen worden, auch wenn in der aufgefundenen Schale nur knapp 200 gr Koks gefunden wurde. In diesem Zusammenhang wurden drei Personen festgenommen. Gegen zwei der Verdächtigen erließ der zuständige Ermittlungsrichter anschließen Haftbefehl. Bisher ist diese Art des Drogenschmuggels in Belgien noch nicht oft vorgekommen. Die Limburger Polizei stellte derartiges bisher erst einmal fest.

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