(c) Ronald van den Heerik/ Hollandse Hoogte

Fußballskandal in Belgien: Sieben Verdächtige bleiben weiter in Haft

Im belgischen Fußballskandal bleiben sieben der bislang neun Verdächtigen weiter in Untersuchungshaft. Die Anklagekammer von Antwerpen ist der Ansicht, dass den beiden Spielervermittlern Mogi Bayat und Dejan Veljkovic und auch Schiedsrichter Bart Vertenten keine Hafterleichterung gewährt wird. Der Anwalt von Veljkovic hatte gar nicht erst versucht, für seinen Mandanten eine solche Hafterleichterung zu fordern. 

Sieben der noch in Haft befindlichen Verdächtigen im belgischen Fußballskandal um Matchfixing, Korruption, Unterschlagung und Steuerhinterziehung bleiben in ihren Zellen, darunter auch die wichtigsten Betroffenen Mogi Bayat, Dejan Veljkovic und Bart Vertenten.

Während Veljkovics Anwalt darauf verzichtet hatte, gegen die U-Haft für seinen Mandanten Einspruch zu erheben, sahen die Rechtsvertreter von Bayat und Vertrenten, der anderen betroffenen Spielervermittler Karim Mejjati und Dragan Siljanoski sowie von KV Mechelen Finanzvorstand Thierry Steemans und von Rechtsanwalt Laurent Denis nicht ein, dass ihre Mandanten weiter in einer Zelle verharren müssten.

Doch ihre Klagen wurden abgewiesen. Hafterleichterung wurde nur der Lebensgefährtin von Veljkovic, der auch eine Fußfessel zur elektronischen Überwachung angelegt wurde, und Olivier Somers, Vorstandsmitglied von KV Mechelen, gewährt. Ihnen wurde unter strengen Auflagen die vorläufige Freilassung gewährt.

Über die Haft von Schiedsrichter Bart Vertenten wurde am Dienstag in Antwerpen noch nicht entschieden. Dessen Anwalt hatte die Zuständigkeit von Untersuchungsrichter Joris Raskin angefochten, denn dieser hat auch Mandate im belgischen Fußballwesen, gilt demnach als befangen. Darüber wird am  5. November entschieden.

Weitere Nachrichten