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Neu ab 1.11.: Keine Rollkoffer mehr im Handgepäck bei Ryanair und Bußgelder für Belästigung bei der Bahn

Ab dem 1. November verändert sich wieder einiges in Belgien, zum Beispiel die Handgepäcksregeln bei der Billigfluggesellschaft Ryanair und die Voraussetzungen für das Bestehen des Führerscheins in Brüssel.

1. Keine Rollkoffer mehr im Handgepäck bei Ryanair und WizzAir

Ab dem 1. November dürfen Rollkoffer nicht mehr im Handgepäck bei Ryanair mitgeführt werden. Sie müssen dann wie große Koffer gegen Geld eingecheckt werden. Als Handgepäck zählt künftig nur noch eine Handtasche, ein Rucksack oder eine Laptop-Tasche. Wenn Sie als Passagier jedoch ein teureres Priority-Flugticket kaufen, dürfen Sie Ihren Rollkoffer weiterhin als Handgepäck mitführen.

Auch die Billigfluggesellschaft WizzAir folgt dem Beispiel von Ryanair. Wer mit der ungarischen Fluggesellschaft fliegt, darf nur noch ein kleines Handgepäcksstück mitnehmen (die Maße 40x30x20 dürfen nicht überschritten werden). Auch WizzAir macht eine Ausnahme bei teureren Priority-Tickets. Beide Fluggesellschaften erklären ihre neuen Gepäckregeln mit dem Argument, dass die Passagiere schneller ein- und aussteigen können, wenn weniger Handgepäck an Bord des Fliegers sei.

2. Belästigungen in Zügen und auf Bahnhöfen werden mit Bußgeldern bestraft

Wer in Zügen oder auf Bahnhöfen andere belästigt, muss künftig mit einem Bußgeld rechnen. Der Betrag variiert zwischen 50 und 500 Euro. Der Betrag hängt von der Schwere des Verstoßes ab und davon, ob der Übertreter ein Wiederholungstäter ist.

Auch gegen Minderjährige ab 14 Jahre kann ein Bußgeld verhängt werden. Allerdings beträgt die Höchststrafe in diesen Fällen 175 Euro.

Die Geldbußen werden durch Schaffner und andere Mitarbeiter der Bahn NMBS sowie Sicherheitsbeamte der Bahn (Securail) ausgestellt. Die Beamte müssen ein Legitimationsschildchen tragen, auf dem ihr Familienname und der erste Buchstabe ihres Vornamens erkennbar ist.

3. Wer den Führerschein in Brüssel machen will, muss erst einen EHBO-Kurs absolvieren

Brüssel ist die einzige Region in Belgien, die von einem angehenden Autofahrer verlangt, dass er weiß, wie er im Falle eines Unfalls mit Verletzten zu reagieren hat. Ab 1. November macht ein solcher EHBO-Kurs Teil der Fahrausbildung aus. Der Kurs besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.  Ziel des Kurses ist, den Autofahrern eine Erste Hilfe-Ausbildung mitzugeben. Die ersten Minuten nach einem Unfall seien häufig die wichtigsten, heißt es hierzu. Für die Kosten des Kurses kommt die Region Brüssel auf.

Man sehe das als Investition in die Verkehrssicherheit der Brüsseler, so die Brüsseler Staatssekretärin für Verkehrssicherheit, Bianca Debaets. Ab 1. November wird auch ein Risiko-Wahrnehmungstest Teil der Fahrausbildung in Brüssel ausmachen.

4. Ein neuer Name für das Handelsgericht

Ab 1. November wird das Gesellschaftsrecht modernisiert.

Eine neue Definition des Begriffs „Unternehmen“ soll zu mehr Rechtssicherheit führen. Durch diese Gesetzesänderung verändert sich auch der Name des Handelsgerichts: Das wird künftig "Unternehmensgericht" heißen. Das neue Gericht wird auch für Bauern, Freiberufler und Vereine ohne Erwerbszweck zuständig sein. Sie werden ebenfalls als Unternehmen betrachtet und benötigen eine Firmennummer.

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