Immer mehr Eltern kurz vor dem Burnout

58 Prozent der Familien haben Schwierigkeiten, ihr Privatleben und ihr Berufsleben unter einen Hut zu bringen. Das geht aus einer Studie des Familienbundes hervor. Das größte Burnout-Risiko haben auch noch laut Studie Alleinerziehende und Niedrigverdiener. 

20 Prozent der Eltern in Belgien fühlen sich kurz vor einem Burnout, zeigt die Umfrage. Aus der geht auch noch hervor, dass die Halbtagsarbeit überwiegend von Frauen wahrgenommen wird (41% gegenüber 10% bei Männern), dass die Freiheit beim Arbeitszeitmanagement hauptsächlich ein Privileg von Führungskräften ist und dass atypische Arbeitszeiten die Probleme verstärken.

Freischaffende, Arbeitssuchende, Alleinerziehende und Eltern von behinderten Kindern sind besonders betroffen von den folgenden Symptomen: Abgeschlagenheit (87%), Freizeitmangel (78%) und Stress (67%). Ein Teil flüchtet sich in einen erhöhten Konsum von Medikamenten, Alkohol oder Drogen (8% der Befragten).

Der Familienbund zeigt auf, was sich die Eltern als Lösung wünschen: 66% würde gerne weniger arbeiten, ohne dabei Einbußen beim Einkommen hinnehmen zu müssen und 46% fordern einen besonderen Ausgleichsurlaub für unvorhergesehene  Ereignisse. Der könnte zum Beispiel 30 Stunden im Jahr umfassen.

Nützlich seien nach Auffassung vieler Befragten auch das Homeworking (45%), die Bezahlung mit Unternehmensschecks (42%) oder eine eigene Kindertagesstätte im Unternehmen (30%). Freischaffende Eltern fordern einen bezahlten und flexiblen Elternurlaub. Auf diesen haben Freischaffende derzeit nämlich kein Recht.

Weitere Nachrichten