Robert Henno

Die flämische Hubertusvereinigung will die Wildschweinbestände einschränken

Der Jagdverband „Hubertus Vereinigung Flandern“ bittet die Landesbehörden darum, mehr Wildschweine abschießen zu dürfen. Die Jäger wollen dabei sowohl die ausufernden Windschweinbestände in den Provinzen Limburg und Antwerpen begrenzen, als auch der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest vorbeugen.

In den kommenden Tagen und Wochen wollen sich die lokalen Jagdverbände, die der „Hubertus Vereinigung Flandern“ angeschlossen sind, mit den Gouverneuren der Provinzen Limburg und Antwerpen zusammensetzen, um über ihr Vorhaben zu sprechen.

Man wolle die Wildschweine absolut nicht ausrotten, so Geert Van den Bosch von der Hubertusvereinigung, doch ein Teil der Lösung des Wildschweinproblems sei das Reduzieren der Bestände: „Je weniger Tiere auf einer bestimmten Fläche bei einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest aufeinandersitzen, je geringer die Möglichkeit der Ansteckung.“

Und falls diese Seuche, wie sie bereits in den Ardennen, genauer in der Provinz Luxemburg vorkommt, auch in Flandern ausbrechen sollte, sei es einfacher Maßnahmen zu nehmen, wenn die Population kleiner ist. 

Die Jäger haben klare Vorstellungen bei ihrem Ansinnen

Nebeneffekt? Mit einer Einschränkung der Bestände würde auch der Schaden, den die Wildschweine in Limburg und Antwerpen an Wald und Wiesen, einschließlich Agrarland, anrichten kleiner.

Zudem plädieren die flämischen Jäger für eine Erlaubnis, ihre Jagdwaffen mit Schalldämpfern ausrüsten zu können und mit Nachtsichtgeräten auf die Jagd gehen zu dürfen. Beides ist derzeit gesetzlich in Flandern untersagt. Dies könne eine effizientere Windschweinjagd mit sich bringen, denn diese Tiere seien scheu und würden bei der geringsten Bewegung oder durch auch kleinste Geräusche schon aufgeschreckt.

Der Jagdverband „Hubertus Vereinigung Flandern“ bittet in eigener Sache seine Mitglieder darum, alle Kadaver von erlegten Windschweinen zum Abtransport zu melden, um diese bzw. deren Eingeweide nicht mehr einfach so in der Natur zurückzulassen. 

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