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Soll Belgien der pakistanischen Christin Asia Bibi Asyl anbieten?

Asia Bibi ist eine pakistanische Christin, der in ihrer Heimat Gotteslästerung vorgeworfen wird. Vor 8 Jahren wurde sie zum Tode verurteilt, doch vor einigen Tagen wurde sie in einem Revisionsverfahren wegen Mangel an Beweisen freigesprochen. Dies führte zu Protesten von radikalen Moslems (Foto) und jetzt soll ihr Prozess doch wieder aufgerollt werden. Ein Parlamentsabgeordneter fordert jetzt, das Belgien Bibi Asyl gewähren soll.

Vor 8 Jahren hatte Asia Bibi, eine pakistanische Christin, Streit mit einigen moslemischen Männern. Diese warfen ihr vor, sie habe sich dabei negativ über den Propheten Mohammed geäußert. Daraufhin wurde sie zum Tode verurteilt. Doch in der vergangenen Woche wurde sie vom obersten Gerichtshof in Pakistan wegen Mangel an Beweisen freigesprochen.

Dies jedoch führte landesweit zu massiven Protesten von radikalen Moslems. Die Regierung ließ daraufhin zurückrudern und ordnete an, dass der Prozess gegen Bibi neu aufgerollt werden muss. Das bedeutet, dass die Frau das Land nicht verlassen darf und dass ihr erneut die Todesstrafe droht.

Inzwischen gab Bibis Ehemann zu verstehen, dass er sich in Pakistan nicht mehr sicher fühle. Er wolle entweder in Großbritannien, in den USA oder in Kanada für sich, seine Kinder und seine Frau Asyl beantragen.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Diese Meldung brachte den flämischen N-VA-Abgeordneten im belgischen Bundesparlament Peter Luykx (Foto oben) auf den Plan, der jetzt fordert, dass auch unser Land Asia Bibi und ihrer Familie Schutz bieten könne. 

„Es ist mittelalterlich, dass Menschen nur wegen Gotteslästerung quasi gelyncht werden können.“

Peter Luykx, N-VA-Parlamentsabgeordneter

„Es ist mittelalterlich, dass Menschen nur wegen Gotteslästerung quasi gelyncht werden können. Es ist hier angebracht, dass Außenminister Didier Reynders (MR) dies verurteilt und an die Menschenrechte für Frau Bibi appelliert.“, so Luykx, der aber noch weitergeht:

„In der Vergangenheit hat Belgien Christen aus Syrien über ein humanitäres Visum ins Land geholt. Ich schlage vor, dass dies dem Staatssekretär für Asyl und Einwanderung, Theo Franken (N-VA), zur Besprechung vorgelegt wird. Andere westliche Länder haben das auch getan. Das zeugt von Pluralismus und von einem humanitären Blick auf religiöse Minderheiten.“ Laut Luykx kann und soll Belgien zudem in dieser Frage auch Druck auf die pakistanische Regierung ausüben. 

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