Strompreise in Belgien wieder auf dem Niveau vor der Versorgungskrise

Die Strompreise sind in Belgien wieder etwas gesunken und haben wieder ein Preisniveau erreicht, wie es vor Ausbruch der Versorgungskrise war. Im September hatte der Energiekonzern Engie Electrabel, der auch die beiden Kernkraftwerke Doel bei Antwerpen und Tihange bei Lüttich betreibt, mitgeteilt, dass im November von insgesamt sieben Meilern nur einer Strom am Netz sein werde. Dies hatte für eine Versorgungskrise gesorgt, die auch die Strompreise steigen ließ.

Die Ankündigung von Engie Electrabel zu den wegen Unterhalts- und Reparaturarbeiten abgeschalteten Atommeilern hatte in der belgischen Bundesregierung und bei den anderen Energieversorgern eine Art Panik ausgelöst, was kurzfristig zu einem starken Anstieg der Strompreise führte. Anfang Oktober kostete eine Megawattstunde Strom in Belgien am Markt 200 €, ein Preis, der doppelt so hoch war, wie gewöhnlich. Dies schlug sich auch auf die Endpreise für die Verbraucher nieder.

Die von Stromnetzbetreiber Elia und von Bundesenergieministerin Marie-Christine Marghem (MR) angekündigten Maßnahmen zur Sicherung der Stromversorgung in unserem Land zeigen offenbar Wirkung. Seit Mitte Oktober gehen die Strompreise wieder sukzessive zurück und der Marktpreis steht wieder bei rund 100 € für eine Megawattstunde Elektrizität. Anfang des Jahres lag der Preis sogar zeitweise bei nur 87 € pro MW-Stunde.

Derzeit produziert der einzige am Netz befindliche Meiler Doel 3 1.000 Megawatt Strom. Ab dem 18. November wird auch wieder der Meiler Tihange 1 hochgefahren, der ebenfalls 1.000 MW produzieren wird. Deuten sich trotzdem Versorgungsprobleme an, wird Belgien Strom aus dem Ausland importieren. Dazu wurden unter anderem Abmachungen mit Deutschland getroffen. 

Weitere Nachrichten