Poststreik in Belgien: Konzertierung am Montag gescheitert

Am kommenden Mittwoch beginnt bei der Post (Bpost) in Belgien ein fünftägiger Streik, bei dem reihum in fast allen Bereichen ein Tag lang die Arbeit niedergelegt wird. Eine Konzertierungsrunde zum Abwenden dieser Aktion zwischen Gewerkschaften und Direktion brachte am Montag keine Lösung und so findet dieser Streik statt.

Die Forderungen der Gewerkschaften an das Postmanagement sind deutlich: Ein Ende der laufenden Sparmaßnahmen, eine Reduzierung des Arbeitsdrucks und die Anstellung von zusätzlichem Personal. Die Gewerkschaften gaben gegenüber CEO Koen Van Gerben zu verstehen, dass die Grenzen des Machbaren bei den Beschäftigten der Post überschritten seien. Man habe von Anfang an an der Modernisierung der Post mitgearbeitet, doch jetzt sei das Limit des Personals erreicht, so die Gewerkschaften.

Nach dem trotzdem als positiv bewerteten Gespräch mit der Bpost-Direktion am Montag hieß es von Seiten der Gewerkschaften, dass die meisten Probleme angesprochen worden seien, doch von Postseite her habe es kaum konkrete Vorschläge zur Lösung der Probleme gegeben. Das bedeutet, dass die Streikankündigung für diese Woche aufrecht erhalten bleibt.

Am Mittwoch werden die Sortierzentren, die Herzen der Post, bestreikt. Am Donnerstag werden die Fahrer der Post keine Transporte von Briefen und Paketen durchführen. Am Freitag tragen die Briefträger keine Post aus. Am kommenden Montag werden die Call-Zentren bestreikt und das Personal an den Schaltern legt die Arbeit nieder. Am kommenden Dienstag, der letzte Aktionstag, wird der gesamte Paketdienst von Bpost bestreikt. 

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