Vaterschaftsklage: Ex-König Albert II. muss sich einem DNA-Test unterziehen

Delphine Boël, die mutmaßliche uneheliche Tochter des abgetretenen belgischen Königs Albert II., hat in Berufung einen Teilerfolgt in ihrer Vaterschaftsklage erzielen können. Laut Urteil des Brüsseler Appellationshofs muss sich der Ex-Monarch in den kommenden drei Monaten einem DNA-Test unterziehen. Boël versucht schon seit mehreren Jahren herauszufinden, wer ihr leiblicher Vater ist. Letztendlich will sie eine offizielle Anerkennung durch Ex-König Albert II. erreichen.

Schon seit rund fünf Jahren versucht Delphine Boël auf gerichtlichem Wege feststellen zu lassen, ob Albert II., dessen königliche Immunität mit seinen Abtritt im Jahr 2013 aufgehoben wurde, ihr leiblicher Vater ist. Der schwerreiche belgische Industrielle Jacques Boël ist jedenfalls nicht ihr Vater, wie nach dem Resultat eines DNA-Tests deutlich wurde.

Delphine Boëls Mutter, Sybille de Sélys Longchamps, hat stets behauptet, dass sie zwischen 1966 und 1984 eine Affäre mit dem damaligen Prinzen Albert hatte und dass aus dieser Beziehung 1968 deren gemeinsame Tochter Delphine geboren wurde. Jacques Boël, der Ehemann von Sybille de Sélys Longchamps, hatte Delphine anerkannt und sich um sie wie ein leiblicher Vater gekümmert. Er jedoch hat sich niemals öffentlich zu diesem Thema geäußert.

König Albert bleibt jedoch noch die Möglichkeit, in Kassation gegen dieses Berufungsurteil vorzugehen. Lehnt der belgische Ex-Monarch diesen DNA-Test jedoch ab, kann ein Gericht faktisch von einer „Vermutung einer Vaterschaft“ ausgehen. Diese neue Runde in der Vaterschaftsklage von Delphine Boël geht normalerweise im Februar 2019 weiter, also nach diesem gerichtlich angeordneten DNA-Test…  

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