"100 Jahre Großer Krieg" lockt enorm viele Touristen in die Westhoek

Seit Beginn der Gedenkfeiern und Aktivitäten rund um den 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs im Jahr 2014 haben rund 2,7 Millionen Touristen die ehemaligen Schlachtfelder und die Kriegsmahnmale in Westflandern besucht. Umfragen unter den Gästen in der Westhoek ergaben, dass viele der Besucher auch nach 2018 noch einmal in die Region zurückkommen wollen. 

Im ersten Jahr dieser Aktivitäten 2014 kamen rund 789.500 Touristen in die Westhoek, in den äußersten Westen der Provinz Westflandern. Im Jahr danach waren es noch rund 500.500 Besucher aus dem In- und Ausland. Im Jahr 2016 wurden deutlich weniger Sonderveranstaltungen angeboten, was die Zahl der Besucher auf rund 447.600 sinken ließ, doch im vergangenen Jahr, als der Schlacht von Passendale gedacht wurde, stieg die Besucherzahl wieder auf 514.700 Gäste.

Jetzt, 100 Jahre nach Kriegsende, wird es an diesem Waffenstillstandstag wieder viele internationale Gedenkfeiern geben. Am Wochenende rund um den 11. November wird die Gesamtzahl der Gäste und Besucher wohl wieder auf über eine halbe Million ansteigen. Bis jetzt, im Oktober 2018, lag die Zahl der Touristen in der Westhoek schon bei 461.000 Gästen.

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Nicolas Maeterlinck

Rund die Hälfte der Besucher, etwa 52 %, kamen aus dem Ausland. Die meisten von ihnen sind Briten (33 %) und Niederländer (9 %). Doch auch viele US-Amerikaner, Kanadier, Neuseeländer und Australier sind unter den Gästen, denn Soldaten aus deren Ländern haben seinerzeit hier gekämpft und ihr Leben verloren.

Die am häufigsten besuchten Orte sind der britische Soldatenfriedhof Tyne Cot (Foto oben), das Menentor (Foto Mitte), das „In Flanders Fields“ Museum (Foto unten), der deutsche Soldatenfriedhof in Langemark und das „Memorial Museum Passendaele 1917“. Insgesamt wurden seit 2014 rund 2,7 Millionen Besucher in der Westhoek gezählt. Mit den Feierlichkeiten rund um das Kriegsende und um den Waffenstillstandstag am 11. November wird diese Zahl gegen Jahresende 2018 wohl bei über 3 Millionen Gäste liegen. 

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