In Aalst wurde am Freitag der Opfer der Killerbande von Brabant gedacht

Zum 33. Mal jährt sich heute der letzte und blutigste Anschlag der so genannten Killerbande von Brabant. Damals starben bei einem brutalen Überfall auf einen Supermarkt der Delhaize-Kette in Aalst acht Menschen. Die Täter wurden bis heute nicht gefasst. Belgiens Justizminister Koen Geens besuchte die Gedenkveranstaltung in der ostflämischen Stadt Aalst.

Die Killerbande von Brabant hatte bei Überfällen auf verschiedene Supermärkte insgesamt 28 Menschen getötet. Als Täter wurden lange Zeit rechtsradikale Kräfte innerhalb der Polizei vermutet.

Am Freitagabend wird in Aalst ein weißer Marsch an die Opfer der Killerbande, der Anschläge von Brüssel und des Kinderschänders Marc Dutroux erinnern.

Erst letzte Woche hatte die Staatsanwaltschaft einen neuen Zeugenaufruf gestartet. Sie musste zugeben, dass es sich bei einem inzwischen verstorbenen Verdächtigen nicht um das Mitglied der Bande gehandelt hat, der als „der Riese“ bekannt war.

Während der heutigen Gedenkfeier forderte der Bürgermeister von Aalst, Christoph D’Haese, eine transparente Kommunikation der Justiz. Die Hinterbliebenen der Opfer hätten den Eindruck, dass die Öffentlichkeit nicht über alle Erkenntnisse der Untersuchungen informiert wurde. Justizminister Geens erklärte, es werde auch nach all diesen Jahren noch alles Mögliche unternommen, um Licht in dieses dunkle Kapitel der belgischen Justizgeschichte zu werfen.

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