N-VA hat bereits die nächsten Wahlen im Visier

Mit seiner Aussage "Jan Jambon wäre ein ausgezeichneter Ministerpräsident" macht der regionale N-VA-Minister Ben Weyts deutlich, dass die flämischen Nationalisten bereits die Parlamentswahlen am 19. Mai 2019 im Visier haben.

„An erster Stelle fällt natürlich dem amtierenden Ministerpräsidenten Geert Bourgeois die Aufgabe zu, seine Politik fortzusetzen, aber an zweiter Stelle wäre Jan Jambon der richtige Kandidat“, sagte Ben Weyts (oben links) im Radioprogramm „De ochtend“ auf Radio1. „Sollte der Ministerpräsident keinen weiteren Amtstermin ambitionieren, wäre Jan Jambon ein herausragender Ministerpräsident“, ereiferte sich sein Parteikollege, der das Ressort Mobilität in der aktuellen Landesregierung leitet.

Jambon ist zurzeit Minister in der belgischen Bundesregierung. Ein eventueller Wechsel sei kein Problem für die flämischen Nationalisten: „Wir sehen immer das Interesse der Flamen an erster Stelle“, entgegnete Weyts.

Ein Sprecher von Geert Bourgeois sagte, der Ministerpräsident selbst gäbe seine Zukunftsambitionen zu einem geeigneten Zeitpunkt bekannt.

Dass die N-VA mit den Gedanken bereits bei den kommenden Wahlen ist, verriet auch der  Vorsitzende der N-VA, als er Anfang September das folgende Unterrichtsministeramt für seine Partei einforderte. Mit einem Seitenhieb auf die amtierende christdemokratische Bildungsministerin Hilde Crevits sagte Bart De Wever (oben, als Bürgermeister von Antwerpen), Flandern bräuchte einen Minister, der weniger unter dem Einfluss der Interessenverbände stehe.

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