David rozing

Weibliche Angestellte verdienen durchschnittlich 500 Euro weniger als männliche Kollegen

Das Soziallastensekretariat Partena Professional hat die Gehälter von 100.000 Angestellten untersucht. Ergebnis? Weibliche Angestellte verdienen durchschnittlich 15 Prozent weniger als Männer mit einem ähnlichen Karriereprofil. Die Untersuchung ergab, dass das Gehältergefälle im Laufe der Karriere noch wächst. 

Anno 2018 verdienen Frauen in Belgien noch immer 15 % weniger als ihre männlichen Kollegen. Konkret sind das 500 Euro brutto oder 320 Euro netto weniger im Monat. Aus einem Gehaltsgefälle zwischen Männern und Frauen von 7 % am Anfang der Karriere wird zum Schluss ein Gefälle von 20 %. Weibliche Angestellte über 60 verdienen durchschnittlich 20 % weniger als ihre männlichen Alterskollegen.

Ein Wendepunkt auf der Gehaltsleiter tritt im Alter zwischen 30 und 40 Jahre ein, wenn Erwerbstätige eine Familie gründen.  Noch stets werden meistens die Frauen bei der Kindererziehung in die Pflicht genommen, was sich negativ auf ihre Rückkehr im Arbeitsmarkt auswirkt. Das Gefälle, das in dieser Zeitspanne zwischen den Geschlechtern entsteht, kann von den weiblichen Angestellten nicht mehr aufgeholt werden.

Weil auch die Gehälter mit der Karriere ansteigen, sind Frauen auch in dieser Hinsicht benachteiligt. Angestellte unter 30 Jahre verdienen durchschnittlich 180 Euro brutto weniger als ihre männlichen Kollegen. Für Kolleginnen über 50 steigt dieser Unterschied auf über 650 Euro an.

Kleiner Trost: Das Gehaltsgefälle war 2010 noch größer als das durchschnittliche Gefälle von aktuell 15 %.

Gefälle sogar beim Anrecht auf Firmenwagen

Bei ähnlichem Studienprofil haben männliche Angestellten doppelt so häufig Anspruch auf einen Firmenwagen als weibliche Kolleginnen.

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