Polizei darf bei der Vernehmung von Zeugen keine Hypnose mehr einsetzen

Die Polizei darf Hypnose nicht länger als Vernehmungsmethode einsetzen. Das meldet die belgische  Zeitung „La Dernière Heure“ in ihrer Wochenendausgabe.  Bislang war dies  bei Vernehmungen unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Nur Zeugen und Opfer durften in Hypnose versetzt werden, Tatverdächtige nie. Hypnose war nur möglich, wenn sich die Betroffenen hiermit einverstanden erklärten.

Weil Aussagen unter Hypnose nicht zuverlässig sind und vor Gericht keine Beweiskraft haben, verzichtet die belgische Bundespolizei jetzt völlig auf diese Technik.

Vernehmungen werden fortan nur noch als kognitive Befragungen durchgeführt. Dabei werden scheinbar belanglose Fragen gestellt, die helfen sollen, den Kontext eines Ereignisses zu rekonstruieren.

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