König Filip ruft Jugend auf sich selbst treu zu bleiben und Freude auszustrahlen

Am Grabmal des Unbekannten Soldaten in Brüssel hat Belgiens König Filip am Sonntagvormittag um 11 Uhr eine Rede zum Gedenken an den Waffenstillstand vom 11.11.1918 gehalten, der vor hundert Jahren den Ersten Weltkrieg beendete. Politische Vertreter von Parlament und Senat, Regionen und Gemeinschaften legten am Grabmal des Unbekannten Soldaten Kränze nieder.

König Filip legte einen Kranz nieder, hielt aber auch eine Rede, die bei dieser jährlichen Gedenkfeier außergewöhnlich ist. König Filip sagte, dass der unbekannte Krieger alle Helden und die Opfer in unseren Familien vertrat: "Wir leben in einer Welt, in der alles auf Sichtbarkeit setzt, alles sofort bekannt ist. Es ist beruhigend zu erkennen, dass die Größe der Menschheit auch im Unbekannten liegt, das keinen Namen hat. Die Menschlichkeit versteckt sich hinter Schüchternheit, Schmerz und Selbstaufopferung."

In seiner Rede schlug König Filip im Beisein von Königin Mathilde den Bogen vom Ersten Weltkrieg zu den bewaffneten Konflikten heute. Die Jugend rief er dazu auf, die Vergangenheit in Erinnerung zu behalten. Sie solle sich selbst treu zu bleiben, auf Tiefgang statt auf Oberflächlichkeit setzen und dem Leben gegenüber positiv eingestellt bleiben.

Der Tag wird kommen, an dem wir die Veteranen vermissen werden, die unser Land verteidigt haben.
König Filip

König Filip: "Der Tag wird kommen, an dem wir die Veteranen vermissen werden, die unser Land verteidigt haben. Ich verpflichte mich, diese Erinnerung zusammen mit euch am Leben zu erhalten. Der schönste Tribut, den man ihnen zahlen kann, ist, selbst ein Held zu werden!“

Während der Zeremonie wurden weiße Friedenstauben ausgesetzt, nachdem vier Kinder eine Friedensbotschaft verlesen hatten.

In der westflämischen Stadt Ypern, die zum Schlachtfeld des britischen Empires wurde, hatten sich ebenfalls tausende Besucher versammelt, um den Last Post zu hören, der um 11:11 Uhr ertönte.

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