Chinesischer E-Commerce-Gigant Alibaba auf dem Weg nach Lüttich

Die chinesische Online-Verkaufsplattform Alibaba wird ihr erstes europäisches Logistik-Drehkreuz am Flughafen von Lüttich ansiedeln. Das schreiben die Zeitungen De Tijd und Het Laatste Nieuws. Der Sprecherdienst des Flughafens hat der VRT bestätigt, dass die Verhandlungen hierüber in die letzte Phase eingetreten sind. In den vergangenen Wochen sind übrigens schon Flüge zwischen Lüttich und dem Sitz von Alibaba durchgeführt worden. Premier Charles Michel (MR) reagierte zufrieden auf diese Nachricht.

In den letzten Monaten wurde hart verhandelt, um Alibaba nach Belgien zu bekommen. Die Ansiedlung des e-Commerce-Riesen könnte mehrere hundert Jobs für Belgien bedeuten. Anfang Juli wurde der Spitzenmanager Jack Ma noch von Premier Charles Michel (MR) empfangen und aus Regierungskreisen war zu vernehmen, dass das chinesische Unternehmen ein großes Vertriebszentrum in Belgien plane.

Doch auch die Niederlande hatte sich um Alibaba beworben. Jetzt hat der Alibaba-Direktor für Europa in den Zeitungen De Tijd und Het Laatste Nieuws bekannt gegeben, dass der Konzern sein europäisches Vertriebszentrum neben dem Flughafen von Lüttich bauen wolle. In den nächsten Tagen wird mit einem definitiven Abkommen gerechnet, heißt es beim Sprecherdienst des Flughafens. Noch sei jedoch keine Unterschrift erfolgt, heißt es auch noch vorsichtig am Flughafen von Lüttich.

In den vergangenen Wochen haben jedenfalls schon zwei Mal pro Woche Flüge zwischen Lüttich und Hangzhou (China), dem Sitz von Alibaba, stattgefunden.

Belgiens Premier Charles Michel reagierte zufrieden. "Belgiens Attraktivität hat überzeugt. Das sind gute Nachrichten für die Beschäftigung und die Wirtschaftsentwicklung unseres Landes“, betonte Michel über Twitter.

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