Nicolas Maeterlinck

Erstmals Bußgeld für Schule, die Kind mit Down-Syndrom ablehnt

Ein zehnjähriger Junge mit Down-Syndrom, der eine Schule in Flandern besuchte, sollte sich im Mai 2016 plötzlich eine neue Schule suchen. Die Schule, die er bereits seit fünf Jahren besuchte, argumentierte, dass kein Lehrer mehr bereit sei, den Jungen zu unterrichten. Das Zentrum für gleiche Chancen Unia stufte das als pure Diskriminierung ein, zog vor Gericht und gewann.

Das Gericht hat die Schule des Jungen mit Down-Syndrom, Sint-Ludgardis in Schoten (Provinz Antwerpen), jetzt zu einem symbolischen Schmerzensgeld von 650 Euro verurteilt. Hiermit sei ein wichtiges Exempel statuiert worden, betont die Unia-Direktorin Els Keytsman. „Es ist das erste Urteil, das besagt, dass Schulen Schüler mit einer Behinderung nicht einfach ablehnen können“, wird die Direktorin von Unia in der Zeitung Het Nieuwsblad zitiert. Die Schule will in Berufung gehen.

Der Junge mit dem Down-Syndrom geht inzwischen in die vierte Klasse einer anderen Schule. Er sei wieder glücklich, habe viele Freunde und gehöre einfach wieder dazu, wird die Mutter des Jungen in der Zeitung Het Nieuwsblad zitiert.

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