Streik bei der Post: Christliche Gewerkschaft lehnt Vorabkommen mit der Direktion ab

In einem Anfang der Woche erzielten Vorabkommen mit den Gewerkschaften hat die belgische Post, Bpost, zugesagt, 1.000 zusätzliche und ganztags angestellte Mitarbeiter einstellen zu wollen, die zu den zusätzlich zu besetzenden derzeit noch freien Stellen hinzukommen sollen. 100 davon sollen sofort angeworben werden, um 400 derzeit völlig überlasteten Kollegen zu entlasten. 

Die 900 weiteren versprochenen Jobs sind zeitlich befristet und sollen für Entlastung am Jahresende zum Weihnachts- und Neujahrsgeschäft sorgen. Die Gewerkschaften legten dieses Vorabkommen, dessen Details noch nicht bekannt sind, am Dienstag intern ihren Kollegen vor. Dabei kam heraus, dass die Christliche Gewerkschaft ACV dem Vorabkommen nicht zustimmen will.

Bei der sozialistischen ACOD und der liberalen VSOA wurde dieses Vorabkommen hingegen begrüßt. Die ACOD wird das Papier seiner Basis vorlegen, die VSOA verzichtet darauf, will aber das endgültige Abkommen zur Lösung dieses Sozialkonfliktes zur Urabstimmung bringen, wie es am Dienstag dazu hieß.

Beobachter aus Bpost- und Gewerkschaftskreisen sind aber der Ansicht, dass es nicht leicht werde, die betroffenen Postbediensteten von einem entsprechenden Abkommen zu überzeugen. Am Mittwoch hatten noch nicht alle Streikenden ihre Arbeit wieder aufgenommen. Mancher glaubt, dass es in absehbarer Zeit wohl zu weiteren Streiks kommen könne. 

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