Nicolas Maeterlinck

15. November: Tag des Königs und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens

An jedem 15. November wird in Belgien traditionell der "Tag des Königs" begangen. Die Deutschsprachige Gemeinschaft in Ostbelgien wählte diesen Tag als den Feiertag ihrer Gemeinschaft aus. Eigentlich ist dieser Tag kein offizieller Feiertag und deshalb arbeitet z.B. auch die Privatwirtschaft wie an jedem anderen Wochentag. Allerdings haben viele öffentliche Verwaltungen am 15. November geschlossen.

Anlässlich des „Tags des Königs“ werden Mitglieder der belgischen Königsfamilie am Vormittag am traditionellen Te Deum in der Brüsseler Kathedrale Sankt Michael und Gudula teilnehmen. König Philippe wird der Tradition entsprechend nicht bei diesen Feierlichkeiten zugegen sein. Er hat quasi an diesem Tag seinen „freien Tag“.

Dieses Jahr fehlt auch Alt-Königin Paola. Die Gemahlin von Ex-König Albert II. muss sich noch nach ihrem leichten Schlaganfall Ende September erholen. Nach dem Te Deum stehen Ansprachen zur Monarchie im belgischen Bundesparlament auf dem Programm

Der „Tag des Königs“ ist kein offizieller Feiertag in Belgien. Die Geschäfte sind geöffnet und in den Unternehmen der Privatwirtschaft und in vielen Behörden wird gearbeitet. Allerdings bleiben viele föderale Verwaltungen an diesem Tag geschlossen. Auch die belgische Armee begeht den „Tag des Königs“. Hier gibt es zu diesem Anlass den „Toast auf den König“.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Der 15. November ist auch der Tag der Deutschsprachigen Gemeinschaft, quasi der offizielle Feiertag dieser Gemeinschaft in Ostbelgien. Doch auch hier wird weitgehend normal gearbeitet, doch die meisten Verwaltungen und Behörden bleiben geschlossen und in der gesamten DG ist am 15. November schulfrei.

Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) ludt anlässlich des DG-Feiertages in Brüssel zu einem Empfang ein. Paasch gehört übrigens auch zu den Gästen des Te Deums am „Tag des Königs“ in der Brüsseler Kathedrale, in dessen Anschluss der DG-Empfang stattfand.

In seiner Ansprache vor Vertretern der anderen belgischen Bundesländer und Regionen erinnerte der Ministerpräsident der DG daran, dass seine Gemeinschaft zusätzliche Zuständigkeiten übernehmen wolle. Dabei nannte er laut der ostbelgischen Tageszeitung Grenzecho die Verantwortung für den Straßenbau und auch die Kompetenzen einer Provinz.

Das bedeutet, dass die DG mindestens die sie selbst betreffenden Zuständigkeiten der Provinz Lüttich, zu der sie noch gehört, übernehmen will. Am Ende seiner Ansprache  appellierte Paasch vor dem Hintergrund der Gedenkfeiern zum Ende des Ersten Weltkrieges vor genau 100 Jahren an die europäischen Werte, die es gegen den aufkeimenden Nationalismus zu verteidigen gelte. 

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