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Ex-Premier Verhofstadt: „Die Briten müssen nach dem Brexit einige EU-Regeln einhalten!“

Der frühere belgische Premierminister und heutige Vorsitzende der liberalen Fraktion im EU-Parlament, Guy Verhofstadt (Foto - Alde/Open VLD), freute sich über die sich anbahnende mögliche Einigung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union in Sachen Brexit. Doch er erinnerte daran, dass sich die Briten an die EU-Regelungen, das Sozialwesen, das Steuerwesen und die Umwelt betreffend, zu halten haben.

Der Alde-Fraktionschef und Co-Vorsitzende der EU-Lenkungsgruppe zum Brexit, Guy Verhofstadt, sagte deutlich, dass man dafür gesorgt habe, dass der EU-Binnenmarkt nicht durcheinander gebracht werde. Das bedeutet, dass Großbritannien Teil der Zollunion bleiben wird und das Güter und Waren, sowie Dienstleistungen nicht gesondert besteuert werden müssen.

Verhofstadt erklärte zudem gegenüber VRT NWS, dass es einen längeren Übergangszeitraum geben werde: „Das kann bis Weihnachten 2021 dauern.“ Man habe sich für den Fall eines Scheiterns zudem rückversichern können, so der vehemente EU-Befürworter aus Belgien.

Die Einigung sei auf Papier so lang, weil man sich umfassend und im Detail habe einigen müssen, damit es möglich bleibe, dass sich die Briten an die Regeln für Soziales, Steuerrecht und Umwelt in der EU bzw. im EU-Binnenmarkt halten könne.

Zum Thema Grenze zwischen Irland und dem britischen Nordirland gab Verhofstadt zu verstehen, dass man „wasserdichte Garantien abgesprochen habe, damit es zwischen beiden Staaten (Irland bleibt in der EU, Nordirland aber nicht) zu keiner Grenze kommen muss: „Nordirland bleibt mehr oder weniger Teil des europäischen Binnenmarktes.“ 

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