Kein Streik: Gewerkschaften rufen Postdirektion zu neuen Gesprächen auf

Die Gewerkschaften bei der belgischen Post, Bpost, rufen das Management ihres Arbeitgebers dazu auf, zurück an den Verhandlungstisch zu kommen. Sie bitten die Post-Direktion darum, endlich dem Personal zuzuhören und mit ernsthaften und konkreten Vorschlägen aufzuwarten. Zum Streik wird aber ausdrücklich nicht aufgerufen.

Die Post-Gewerkschaften gaben zwar zu verstehen, dass sie Mitglieder, die spontane Protestaktionen oder lokale Arbeitsniederlegungen durchführen, decken, doch offiziell streiken wollen sie nicht, denn sie sehen noch Spielraum in den Sozialverhandlungen mit der Direktion.

Nach dem fünftägigen Streik, der am Montag zu Ende war und nach dem darauf folgenden Gesprächen hatte die Basis der drei Gewerkschaften (sozialistische ACOD, christliche ACV und liberale VSOA) das dabei vereinbarte Vorabkommen verworfen. Den Beschäftigten fehlten schlicht und einfach die Garantien für die tatsächliche Umsetzung der Vorschläge der Post.

Von einem offiziellen Streik jetzt und in naher Zukunft ist demnach nicht die Rede, wenn auch vereinzelt in der Wallonie noch militante Gewerkschaftler einige Verteilzentren blockieren. In Flandern und in der Brüsseler Region sind solche Vorkommnisse nicht bekannt. 

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