17 Jahre lang vermisst, jetzt in einem anonymen Grab in Wallonien gefunden

17 Jahre lang lag sie auf dem Friedhof in Bois-de-Villers in Namur. Sie wurde dort als unbekannte Frau in einem anonymen Grab beerdigt. Jetzt weiß man, wer sie ist.

Am 7 Januar 2001 hatte Corrie van der Valk – von der Familie van der Valk, die bekannt für ihre Hotelkette ist – noch einen Kaffee mit ihrem Mann getrunken. Doch danach verläuft sich ihre Spur. Ihre Familie meldete sie erst nach drei Wochen als vermisst. 17 Jahre lang blieb die Familie über das Los der Frau im Ungewissen. Allerdings wurde sie 2008 für tot erklärt.

Jetzt hat sich herausgestellt, dass die Frau die ganze Zeit anonym auf einem Friedhof von Bois-de-Villers in der Provinz Namur begraben lag.

Doch was ist mit der Frau passiert? Am 7. Januar 2001, am Tag ihres Verschwindens, war die Frau von einem Zug erfasst worden. Sie habe wegen ihres Zustandes und auch, weil sie keine Papiere mit sich führte, nicht identifiziert werden können, so der Staatsanwalt von Namur, Vincent Macq. Die plausibelste Spur der Fahnder war die eines Unfalls oder eines Selbstmordes. Nach mehreren Monaten wurden die Ermittlungen eingestellt und die Frau anonym beerdigt. 

Vor kurzem hat die Abteilung für vermisste Personen die Leiche ausgegraben, um eine DNA-Probe zu entnehmen. "In 17 Jahren hat die Wissenschaft enorme Fortschritte gemacht. Doch die verschiedenen Länder tauschen vor allem viel mehr Informationen aus. Und so haben wir nach 17 Jahren doch ein DNA-Match", erklärt Macq.

Die Akte wird noch nicht direkt geschlossen. "Wir haben nun einen Namen, also werden wir jetzt auch noch herausfinden, was sie damals in Namur machte."

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