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Infrabel bringt 5 Unternehmen wegen illegaler Preisabsprachen vor Gericht

Der Schienennetzbetreiber Infrabel bringt fünf Unternehmen wegen illegaler Preisabsprachen vor Gericht. Es handelt sich bei den Unternehmen um ABB, Siemens, TranzCom, Schneider Electric Energy Belgium und Sécheron. Die fünf waren Kandidaten, um Infrabel-Installationen zu erneuern. Doch die fünf Unternehmen sollen fast sechs Jahre lang untereinander Preisabsprachen getroffen haben, um Infrabel unnötige Kosten zu verursachen, sagt Frédéric Petit von Infrabel.

Die fünf sollen Preise eingereicht haben, die höher waren als das, was marktkonform ist. Das hat Infrabel an diesem Freitag gemeldet. Unabhängige Experten schätzen den finanziellen Schaden, wie Infrabel auch noch mitteilt, auf 4 bis 6 Millionen Euro.

Im Mai 2017 wurden die Praktiken der Unternehmen entdeckt. Vier der fünf Unternehmen waren bereits mit einem Bußgeld der belgischen Wettbewerbsbehörde belegt worden. Sie mussten zusammen insgesamt 1,87 Millionen Euro bezahlen. Siemens musste die Hälfte davon (971.000 Euro) aufbringen. AEG (heute TranzCom) musste 357.000 Euro bezahlen, Schneider 432.000 Euro und Sécheron 19.000 Euro. Gegen ABB wurde keine Geldstrafe verhängt, weil das Unternehmen die Preisabsprachen von sich aus gestanden hatte.

Infrabel entschied danach, selbst auch Schritte zu unternehmen. "Dass Unternehmen, mit denen Sie fast täglich arbeiten, so etwas machen, kann man unmöglich durchgehen lassen", hieß es bei dem Schienennetzbetreiber. Das Unternehmen ließ deshalb Experten die gesamten Forderungen von 6 Jahren untersuchen. Aus der Untersuchung geht hervor, dass sich der finanzielle Schaden für Infrabel also auf 4 bis 6 Millionen Euro belaufen soll - Geld, das Infrabel mit Hilfe des Handelsgerichts von Brüssel hofft, wiederzuerlangen.

Die fünf Unternehmen waren Auftragnehmer hinsichtlich einer Rahmenvereinbarung zur Erneuerung von Umspannwerken.

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