De Lijn möchte die Bushaltestelle am Brüsseler Nordbahnhof verlegen

Wegen der anhaltenden Belästigung der Fahrgäste möchte die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn die Haltestelle am Brüsseler Nordbahnhof (Brüssel-Nord) auf eigene Initiative schon am 16. November verlegen. Der Bahnhof ist ein wichtiger Knotenpunkt für De Lijn. Es ist die Endstation für etwa 30 flämische Buslinien und hier legen viele Busfahrer eine Pause ein.

Die graue, etwas unheimliche Haltestelle Brüssel-Nord ist alles andere als attraktiv. Hinzu kommt, dass die Zahl der Transmigranten und Obdachlosen, die im schäbigen, meist leeren Untergeschoss des großen Gebäudes neben den acht Haltestellen Zuflucht suchen, so zugenommen hat, dass ihre Anwesenheit zu einer Belästigung führt.

Die Hygiene lässt zu wünschen übrig und die Mülltonnen sind immer übervoll. Viele Fahrgäste und Busfahrer fühlen sich dort nicht mehr wohl und sicher, auch weil die Polizeipräsenz unzureichend ist. Aufgrund der anhaltenden Probleme kündigte De Lijn an, selbst eine Initiative ergreifen zu wollen.

Die Situation für unsere Passagiere und Mitarbeiter hat sich nicht verbessert
De Lijn-Chef Roger Kesteloot

De Lijn möchte zur Verbesserung des Komforts und der Sicherheit seiner Fahrgäste 30 Haltestellen an einem anderen Ort verlegen. Die ankommenden Busse sollen auf einer anderen Seite des Gebäudes halten, während die abfahrenden Busse am Rogier-Platz abfahren sollen.

"Trotz mehrerer Kontakte mit den verschiedenen Verantwortlichen haben wir festgestellt, dass sich die Situation für unsere Passagiere und Mitarbeiter nicht verbessert. Wir haben jetzt eine rote Linie erreicht; wenn sich bis nächste Woche nichts ändert, werden wir unsere Dienstleistungen in der Woche danach anpassen", sagte De Lijn-Chef Roger Kesteloot der VRT-Nachrichtenredaktion. Er hofft, dass die Region Brüssel eingreifen kann.

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