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Mit provozierenden und zweideutigen Videotiteln bekämpft Child Focus Kinderpornographie

Mit Videos mit Titeln wie „Three year old getting wet" en „Cute toddler likes to suck" startet Child Focus eine Kampagne zur Bekämpfung von Kinderpornographie: "Wer diese provozierenden Videotitel anklickt, bekommt sehr unschuldige Bilder zu sehen, aber wir wollen zeigen, dass nicht alle Kinderfilme unschuldig sind", erklärt Nel Broothaerts von Child Focus.

Am heutige Sonntag ist der Europäische Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch. Aus diesem Anlass hat Child Focus wie schon im vergangenen Jahr eine Kampagne gegen Kinderporno gestartet.

In den Sozialen Netzwerken verbreitet Child Focus verschiedene Videos mit zweideutigen Titeln, die auch in manchen Kinderpornoforen zu finden sind. Zu sehen sind dann harmlose Filmchen mit Kindern. Child Focus verbreitet in den Videos die Botschaft, dass nicht alle Kindervideos so harmlos sind und ruft dazu auf, kinderpornographisches Material im Netz zu melden. Dazu hat die Organisation die Seite stopchildporno.be eingerichtet.

Es ist nach wie vor wichtig, das Problem des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu thematisieren.
Nel Broothaerts, Child Focus

Auch im sogenannten ‚Dark Net‘ läuft die Kampagne, um Menschen zu erreichen, die bewusst nach kinderpornographischen Angeboten suchen. User, die die Videos anklicken, werden automatisch auf die Seite stopitnow.be weitergeleitet, die Hilfsangebote aufzeigt. Im vergangenen Jahr wurde die Version im Dark Web 11.000 Mal heruntergeladen und Stop It Now, die Telefonhilfe  für Menschen mit pädophilen Gefühlen, hat in den ersten Wochen nach der Kampagne die Zahl der Anrufe verdoppelt.

Sehr wichtig, um die Aufmerksamkeit auf ein solches Thema zu lenken

Die Bedeutung einer solchen Kampagne sollte nicht unterschätzt werden. "Es ist nach wie vor wichtig, das Problem des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu thematisieren. Es ist ein Phänomen, mit dem viele Menschen nicht täglich konfrontiert werden, aber wir wollen ihnen bewusst machen, dass es sich wirklich um ein Problem handelt, das viele Kinder betrifft.“

Die Kampagne des letzten Jahres erhielt mehrere nationale und internationale Auszeichnungen. Sie wurde mehr als 500.000 Mal auf Sozialen Medien gesehen. Die Anzahl der auf stopchildporno.be erhaltenen Berichte über Bilder sexuellen Missbrauchs stieg von 746 im Jahr 2017 auf nun mehr als 1.800 Berichte. Seit Juli letzten Jahres darf Child Focus die Berichte analysieren und Bilder des sexuellen Missbrauchs von Kindern an die zuständigen Behörden übermitteln.

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