Es ist nicht zu fassen: Belgiens ‚Rote Teufel‘ blamieren sich mit 5:2 gegen die Schweiz

Nach der ersten Viertelstunde sah es in Luzern am Sonntagabend nach einer frühzeitigen Entscheidung aus. Die Partie begann denkbar unglücklich für die Schweizer: Schon nach 68 Sekunden landete ein Querschläger von Nico Elvedi bei Thorgan Hazard, der dem Schweizer Keeper Yann Sommer keine Chance ließ. Nachdem Dries Mertens in der elften Minute den zweiten belgischen Treffer verpasst hatte, legte Thorgan Hazard sechs Minuten später nach und traf zum 2:0 für die belgische National-Elf, die sich dann wahrscheinlich zu früh auf die Endrunde in der UEFA Nations League in Gruppe A2 gefreut hatte. Denn es kam danach ganz anders!

Denn die Schweizer schlugen beeindruckend zurück. Nach einem Foul von Belgiens Torhüter Thibaut Courtois an Kevin Mbabu verwandelte Ricardo Rodríguez den fälligen Elfmeter in der 26. Minute zum 1:2, ehe Haris Seferović fünf Minuten später nach Kopfballvorlage von Xherdan Shaqiri den Ausgleich markierte.

Doch damit nicht genug: Die Roten Teufel schien ab dann nicht mehr mit zu spielen. In der 44. Minute bediente Edimilson Fernandes bei einem Konter Seferović, der per Volleyschuss die Schweizer Führung erzielte. Auch nach der Pause ließen die Schweizer nicht locker und erarbeiten sich weitere Chancen. Nach starkem Zuspiel von Elvedi verpasste Seferović in der 52. Minute mit einem Chip knapp den vierten Treffer.

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Besser machte es in der 62. Minute Elvedi, der nach einer Flanke von Shaqiri zur Stelle war und per Kopf auf 4:2 stellte.

Jetzt waren die Belgier gefordert und machten wieder mehr für die Offensive. Eden Hazard scheiterte in der 69. Minute am Schweizer Keeper Sommer, der fünf Minuten später auch gegen Mertens parierte.

Für die endgültige Entscheidung sorgte Seferović, der in der 84. Minute nach Flanke von Mbabu zum 5:2 einköpfte und seinen dritten Treffer erzielte. Damit qualifizieren sich die Schweizer aufgrund des besseren direkten Vergleichs und auch Torverhältnisses gegenüber Belgien für die Endrunde im Juni 2019.

Riesenblamage für die Belgier

Klar: Im belgischen Team fehlten wichtige Leistungsträger wie De Bruyne, Vertonghen, Vermaelen und Lukaku wegen Verletzung. Aber eine solche Niederlage: Das darf der belgischen Spitzenmannschaft einfach nicht passieren. Die Roten Teufel enttäuschten mit der Niederlage gegen die Schweizer ihre in den letzten Monaten arg verwöhnten Fans bis auf die Knochen.

Nach dem Traumstart sah es so auch als sei die Finalrunde so gut wie gebucht. Nach dem 0:2 brauchten die Schweizer mindestens vier Tore um den Belgiern die Endrunde noch strittig zu machen. Und dann dieser Alptraum!

Ab der 25. Minute spielten die Belgier unkonzentriert und kopflos. Das blieb auch in der zweiten Halbzeit so. Sie kassierten völlig zurecht die dritte Niederlage unter Trainer Martinez (Foto, unten).

Wir haben die Kontrolle und den Fokus verloren.
Nationaltrainer Martinez

"Das war keine Arroganz", reagiert der belgische Nationaltrainers in der flämischen Tageszeitung ‚Het Nieuwsblad‘. "Wir haben uns nur nicht gut genug verteidigt. Wir haben die Kontrolle und den Fokus verloren.“

Die Niederlage ist eine große Enttäuschung für das technische Personal, die Spieler und die Fans, aber Martínez weigert sich, das 5:2 als einen Rückschritt in der Entwicklung der Mannschaft zu sehen: "Das ist nur ein schlechter Moment. Wir müssen hier gestärkt rauskommen. Wir müssen verstehen, was passiert ist. Dann lernen wir daraus.“

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