BELGA/ MAETERLINCK

Täglich gehen der belgischen Polizei 135 alkoholisierte Autofahrer ins Netz

Trotz zahlreicher Sensibilisierungskampagnen und Bob-Aktionen (wobei ein Fahrer sich engagiert, nüchtern zu bleiben, um andere fahren zu können, die wohl getrunken haben) bleibt Alkohol ein lebensbedrohliches Problem im Straßenverkehr. Vergangenes Jahr stellte die Polizei laut Medienberichten im Schnitt bei  135 Fahrer pro Tag Alkohol  am Steuer fest. Betrunkene Autofahrer waren vergangenes Jahr an  4.210 Unfälle beteiligt.

2017 wurden rund 49.150 Fahrer mit Alkohol am Steuer von der Polizei erwischt, das sind im Schnitt 135 alkoholisierte Fahrer pro Tag. Der Abgeordnete Koenraad Degroote (N-VA) bat seinen Parteifreund, Innenminister Jan Jambon, um diese Statistik.

Trotz zahlreicher Sensibilisierungskampagnen sinkt die Zahl der Bußgelder für betrunkene Fahrer kaum: Sie war zwar niedriger als 2016, aber höher als 2015.

Der effektivste Weg, um Trinker abzuschrecken noch mit dem Auto fahren und sich selbst und andere in Gefahr bringen, besteht darin, das Risiko zu erhöhen, dass sie bei einem Fehltritt erwischt werden. Da sind sich Experten einig. Laut einer Umfrage des belgischen Instituts für Verkehrssicherheit Vias glauben nur 10% der befragten Fahrer, dass das Risiko nach Alkoholkonsum in eine Verkehrskontrolle zu geraten hoch oder sehr hoch ist. Dieser Anteil müssten auf 90% steigen, findet Vias.

„Alle zwei Stunden ereignet sich ein Unfall, bei dem Alkohol eine Rolle gespielt hat.“
Stef Willems, Vias

Stef Willems, Sprecher von Vias, ist mit den Ergebnissen nicht zufrieden. Er stellt in seinen eigenen Statistiken fest, dass sich im vergangenen Jahr 4.210 Unfälle ereignet haben, an denen ein Fahrer beteiligt war, der vor dem Fahren zu viel Alkohol getrunken hatte. "Das bedeutet, dass sich alle zwei Stunden ein Unfall ereignet, bei dem Alkohol eine Rolle gespielt hat.“

Stef Willems weist darauf hin, dass sich die Einstellung der Belgier dringend ändern muss. Sie müssen endlich einsehen, dass Alkoholkonsum im Straßenverkehr tabu sein muss. Das Risiko, beim Fahren unter Alkoholeinfluss erwischt zu werden, muss dringend steigen. "Der Fahrer muss das Gefühl haben, jederzeit und überall kontrolliert werden zu können. Jeder sollte wissen, dass er, wenn er fährt, keinen Alkohol trinken darf.“

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