Ex-Häftling greift Polizisten an

Ein Häftling, der erst vor kurzem freigelassen worden ist, hat an diesem Dienstagmorgen einen Polizisten vor der Hauptwache in Brüssel angegriffen. Er verletzte den Beamten mit einem Messer. Der Beamte schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Der Täter selbst wurde niedergeschossen und ringt um sein Leben. Die Staatsanwaltschaft hatte vergangenen Monat von dessen Freilassung abgeraten.

Vor dem Hauptkommissariat am Kohlenmarkt, in der Brüsseler Innenstadt, sind Polizeibeamte damit beschäftigt, Spuren zu untersuchen. Hier hatte ein Mann am frühen Morgen einen Polizisten mit zwei Küchenmessern verletzt.

„Ein Polizist in Uniform wurde von einem Mann mit zwei Messern angegriffen“, erklärt Ine Van Wymerch von der Staatsanwaltschaft Brüssel. „Zwei seiner Kollegen haben eingegriffen und mehrere Schüsse abgefeuert.“

Der Täter ist ein 33-jähriger Mann mit belgischer Staatsangehörigkeit und offenbar erst letzten Monat auf Bewährung freigelassen worden. Er hat eine lange Strafakte. Er sei schon mehrmals wegen bewaffneten Überfalls verurteilt worden, heißt es bei der Staatsanwaltschaft. 2014 sei er von der Brüsseler Strafkammer wegen versuchten Totschlags und verbotenen Waffenbesitzes inhaftiert worden.

Er war im Gefängnis, weil er schon einmal einen Menschen mit einem Messer angegriffen hatte. Damals hatte es sich um einen Gefängniswärter gehandelt. Was den Mann dieses Mal zu der Tat bewegte, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen in Zusammenhang mit versuchten Mordes in einem terroristischen Kontext aufgenommen. Innenminister Jan Jambon drückte der Polizei über Twitter seine Unterstützung aus und verurteilte das Attentat.

Der Täter schwebt in Lebensgefahr und konnte noch nicht zu seiner Tat verhört werden.

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