1. Jahresbericht der katholischen Kirche in Belgien: 52 % Gläubige, Klöster als Rückzugsorte und 1,7 Mio. Kerzen

Aus dem allerersten Jahresbericht der katholischen Kirche in Belgien geht hervor, dass die Kirche noch immer eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielt. Obwohl die meisten der vielen Zahlen und Prozente in dieser Bestandsaufnahme rückläufig sind. „Was wir auch nicht zu verbergen versuchen“, betonte Jeroen Moens von der belgischen Bischofskonferenz.

Anno 2018 bezeichnen 52,76 % der Belgier sich selbst als „katholisch“. 9,42 % der Befragten sagten, sie würden ihren Glauben auch praktizieren.

2016 - aus diesem Jahr stammen die meisten Zahlen – haben 50 867 Taufen und 41.060 Firmungen stattgefunden. Katholische Priester haben 7.859 Trauungen vollzogen und im Laufe des Jahres insgesamt 286.393 Belgier bei einer Eucharistiefeier begrüßt.

In diesem Jahr sind aber auch 1.240 Belgier aus der Kirche ausgetreten.

Personalfragen

Die katholische Kirche in Belgien zählt

  • 4.979 Priester (20 % der in Belgien tätigen Priester sind anno 2018 aus dem Ausland) 
  • 601 Diakone
  • 10.262 Ordensleute (71,7 % Frauen und 28,3 % Männer; die meisten leben in Flandern)
  • 2.274 Priester, Diakone und Laien, die vom Staat bezahlt werden

In allen belgischen Bistümern wird eine Vergreisung der Ordensleute festgestellt: In Flämisch-Brabant und Mechelen beispielsweise sind 79 % über 75 Jahre.

Die Anziehungskraft der Pilgerorte

Noch immer locken Pilgerorte wie die vier großen in Scherpenheuvel (Foto unten), Banneux, Beauraing und Oostakker große Menschenmassen an: 2016 besuchten 1.557.600 Besucher einen dieser vier Orte und zündete 1.718.000 Kerzen an.

Klöster oder Abteien als Rückzugsort sind äußerst beliebt. Jeden Tag halten sich durchschnittlich 300 Belgier in einem Kloster für Exerzitien auf. Diese Aktivitäten ergaben 121.273 Übernachtungen für das Jahr 2016. „Zahlen, die das Bedürfnis der Menschen nach Ruhe und Innehalten belegen“, erläuterte Moens.

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