Proteste der “Gelbwesten”: 39 Festnahmen in Belgien

Seit Mittwochabend hat es insgesamt 39 Festnahmen bei Protesten der so genannten „Gelbwesten“ gegeben. Das meldet das Kabinett von Innenminister Jan Jambon (N-VA). Die Demonstranten in den gelben Westen sind gegen die Anhebung der Kraftstoffpreise. 

Unter den festgenommenen Personen waren 24 strafrechtliche Festnahmen. Die Personen werden wegen Diebstahl, Gewaltdelikten und Waffengebrauchs, das heißt der Verwendung von Molotowcocktails, verfolgt. "Wir nehmen das sehr ernst und wollen das absolut im Keim ersticken“, hieß es am Donnerstagmorgen im Kabinett des Innenministers.

Angefangen hatten die Proteste in Frankreich. Dort geht es mittlerweile auch um die Zukunft der Regierung von Emmanuel Macron. Doch auch hier, im benachbarten Belgien, sind die Ausläufer des Protests zu spüren.

Nach einer äußerst unruhigen Nacht in Feluy im belgischen Hennegau, wo die Demonstranten erneut gelbe Westen überzogen und die Straßen, insbesondere die Autobahn A7/E42, blockierten und wo es zu mehreren gewalttätigen Zwischenfällen kam, findet an diesem Morgen erneut eine Versammlung der Notdienste in Mons statt.

Mehreren Quellen zufolge sollen Randalierer in die Gruppe der Gelbwesten eingeschleust worden sein. Die Polizei hatte rund 400 Demonstranten in Feluy unter Kontrolle bringen müssen.

Inzwischen hat Belgiens Premierminister Charles Michel versprochen, mit äußerster Entschlossenheit gegen die "inakzeptablen" Ausschreitungen, die sich in der Nähe von Feluy, am Rande der Protestaktionen der Gelbwesten ereigneten, vorzugehen.

Das sei eine Gewalt, die absolut inakzeptabel sei und man werde dafür sorgen, dass die öffentliche Ordnung und Sicherheit wieder hergestellt werde, so der Premierminister im Privatsender Bel-RTL.

"Jeder darf seine Meinung frei äußern, jeder darf demonstrieren. Doch keiner hat das Recht, dabei Gewalt anzuwenden oder etwas kaputt zu schlagen. Die Behörden werden deshalb sehr entschieden vorgehen", fügte der Premierminister noch hinzu.

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