„Gelbwesten“ protestieren im französischsprachigen Belgien weiter gegen hohen Dieselpreis

Der Protest der „Gelbwesten“ gegen die hohen Treibstoffpreise geht auch in der Wallonie, im Süden Belgiens, genau wie Frankreich weiter. Auch Freitag gibt es punktuell Sperrungen und so genannte Filterblockaden. Die Demonstranten lassen Fahrzeuge nur nach und nach durch. Das ist unter anderem auf Nationalstraßen in Ghlin und zwischen Lessines und Ghislenghien der Fall.

Wie der französischsprachige öffentlich-rechtliche Rundfunk RTBF berichtet, sind am Freitag auch an den Zufahrten zu mehreren Einkaufszentren Zufahrtswege teilweise gesperrt worden. Betroffen ist unter anderem die Cora-Niederlassung in La Louvière.

Ruhige Nacht in Feluy

In Feluy in der Provinz Hennegau ist die letzte Nacht ruhig verlaufen. 350 Polizisten waren im Einsatz (Foto oben) und hatten an der Autobahn E19 eine Sperrzone bei der Total-Raffinerie errichtet. Nur rund 50 so genannte „Gelbwesten“ hatten sich dort versammelt. Zu größeren Zwischenfällen kam es nicht.

Die Sperrung der Autobahn ist inzwischen aufgehoben worden. Allerdings sind immer noch Polizisten vor Ort. Nach Ausschreitungen in der Nacht zuvor hatte der Provinzgouverneur von Hennegau, Leclerq, massive Sicherheitsmaßnahmen veranlasst.

Unruhiger war die Lage am Abend in Charleroi, wo sich wieder maskierte Randalierer unter die demonstrierenden Gelbwesten gemischt hatten. Diese protestieren wie in Frankreich seit dem vergangenen Wochenende gegen die hohen Treibstoffpreise. (Quelle: belga, rtbf, brf)

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