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Zum Gendenken an das Ende des Ersten Weltkriegs: König Philippe und Königin Mathilde besuchen Berlin

Das belgische Königspaar ist auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Freitag in der deutschen Hauptstadt zu Gast. Anlass ist das Ende des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren. In Belgien ist die Erinnerung an das vierjährige Töten viel präsenter als in Deutschland, unter anderem weil die Westfront jahrelang in Flandern lag. 

König Philippe und Königin Mathilde kommen mit dem belgischen Außenminister Didier Reynders nach Berlin. Zunächst wurde das Paar vom Bundespräsidenten und seiner Gattin bei einem Mittagessen im Schloss Bellevue willkommen geheißen.

Auch der regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, begrüßte König Philippe und Königin Mathilde von Belgien am Hauptportal des Berliner Rathause. Anschließend fand ein halbstündiges Gespräch im Amtszimmer statt.

Ich freue mich sehr über den Besuch und auch den Austausch mit den Majestäten.
Michael Müller, regierender Bürgermeister von Berlin

Müller: „Wenn man ein Jahrhundert zurückblickt und auf die schrecklichen Kriege schaut, die sich ereignet haben, schätzt man umso mehr den Wert der Einigung Europas, die ein eminent wichtiges Projekt des Friedens ist und bleiben wird. Ich freue mich sehr über den Besuch und auch den Austausch mit den Majestäten. Berlin steht seit 1992 in einer engen und vertrauensvollen städtepartnerschaftlichen Beziehung mit der Hauptstadtregion Brüssel. Viele der Themen, die wir hier im Rahmen der Städtepartnerschaft gemeinsam bewegen, werden im Rahmen des Gesprächs auch angeschnitten werden. Ansonsten werden die Bereiche Wirtschaft, Kultur, der Bildung und des Sozialen eine wichtige Rolle spielen.“ 

Käthe Kollwitz

König Philippe und Königin Mathilde waren bereits am 17. Februar 2014 zu ihrem Antrittsbesuch in Berlin und trugen sich aus diesem Anlass in das Goldene Buch der Stadt ein.

Nach dem Gespräch im Berliner Rathaus werden beide einen Kranz an der Zentralen Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft niederlegen. Nach einem Besuch des Deutschen Historischen Museums sowie des Käthe-Kollwitz-Museum steht am Abend ein Konzert in der Berliner Philharmonie auf dem Programm. Unter der Leitung des belgischen Dirigenten Jan Caeyers spielt das Orchester „Le Concert de Olympique“ die Missa Solemnis von Ludwig van Beethoven.

Der Sohn der berühmten deutschen Künstlerin Käthe Kollwitz war während des Ersten Weltkriegs in Westflandern gefallen. Für ihn schuf sie die Skulptur „Trauerndes Elternpaar“ (Foto), die auf dem Soldatenfriedhof von Vladslo in Westflandern steht. Die beiden Figuren gelten als eines der Schlüsselwerke von Käthe Kollwitz (1867-1945), die zeitlebens für Frieden und soziale Gerechtigkeit kämpfte.

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