Belgiens Polizei fehlen über 1.800 Beamte

Der belgischen Polizei fehlen 1.829 Beamte. Das geht aus Zahlen des belgischen Innenministeriums hervor, die dem im Zuge der Anschläge vom 22. März eingerichteten Ausschuss vorgelegt wurden. 

Nach drei Jahren des Rückgangs des Polizeipersonals, ist die Zahl der Beamte 2017 gestiegen. Am 1. Januar 2018 waren es 204 Polizisten mehr als im Jahr davor. Doch der Personalmangel ist immer noch extrem groß. In allen Abteilungen fehlt es an Polizisten, außer im Ressourcen- und Informationsmanagement. Ironischerweise befindet sich dort der Rekrutierungsdienst.

„Anstelle von 1.400 angekündigten Einstellungen, sind nur 800 neue Beamte in diesem Jahr in den Dienst genommen worden“, betont Joery Dehaes von der christlichen Polizeigewerkschaft ACV (CSC). "Wir haben noch nichts vom Minister ( Jan Jambon) gesehen". Der Gewerkschaftler geht von einem politischen Coup aus: "Wir haben den Eindruck, dass sie alles daransetzen, um die föderale Polizei zu entkräften, um die Aufgaben an den Privatsektor auszulagern.“

Rund 1.100 angehende Inspektoren sind derzeit in Ausbildung, ohne die Einstellungen der Sicherheitskräfte, der angehenden Hauptinspektoren und Kommissare mitzuzählen, reagierte das Kabinett des Innenministers Jan Jambon. Er ist der Auffassung, dass man die gesetzten Ziele einhalte.

Der Sprecher Jambons räumte allerdings ein, dass diese Verpflichtungen viel zu viel Zeit beanspruchten und wies darauf hin, dass man im Begriff sei, ein neues Verfahren zu implementieren.

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