Randalierer wüten in Charleroi

Die Spannungen in der wallonische Stadt Charleroi halten an. Eine Gruppe von etwa 150 Randalierern sorgte am gestrigen Samstagabend für Chaos. Sie zündeten Barrikaden an. Offenbar nutzten Krawallmacher die Proteste der Gelbwesten für Krawalle aus.

Die Polizei war mit über 180 Beamten vor Ort und setzte Wasserwerfer gegen die Randalierer ein. Danach verteilten sich die Krawallmacher auf kleinere Gruppen. Sie entwendeten Pflastersteine und warfen Schaufensterscheiben ein. Der Schaden, den sie anrichteten, ist groß. So wurden auch Werbetafeln zertrümmert, Fensterscheiben von Banken und einem öffentlichen Gebäude eingeschlagen und Busse beschädigt, bezeugte David Quinaux von der Polizei in Charleroi gegenüber der VRT.

Zeitweilig musste sogar der Katastrophenplan der Provinz ausgerufen werden. Die Polizei nahm 24 Personen in Sicherheitsverwahrung, davon wurden 4 effektiv festgenommen.

Der Polizei zufolge tauchten die Randalierer abends anstelle der “Gelbwesten” auf, die schon seit Tagen gegen die Anhebung der Kraftstoffpreise demonstrieren.

Ein Sprecher der Polizei gab an, dass an diesem Sonntagabend mit weiteren Krawallen gerechnet werde.

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