Laurie Dieffembacq

Wirtschaftsdelegation mit Prinzessin in Marokko

Prinzessin Astrid ist an diesem Sonntag mit der bisher größten belgischen Handelsmission nach Marokko aufgebrochen. Nicht weniger als 469 Vertreter aus Wirtschaft und Politik nehmen an der Reise teil. 

Auf dem Programm stehen politische, wirtschaftliche und kulturelle Treffen.  Marokko ist das Tor zu Afrika und eines der stabilsten Länder des nordafrikanischen Kontinents. Das Land erlebt seit einigen Jahren einen starken wirtschaftlichen Aufschwung.

Belgiens Außenminister Didier Reynders, der Staatssekretär für Außenhandel Pieter De Crem, der wallonische Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet und die Brüsseler Staatssekretärin für Außenhandel Cécile Jodogne gehören zur Delegation, die zunächst in Casablanca Station macht, der Wirtschaftsmetropole des Landes.

Nach einer Informationsveranstaltung am Sonntag steht am Montag ein belgisch-marokkanisches Forum sowie ein Besuch in der marokkanischen Niederlassung des Luftfahrt- und Raumfahrtunternehmens Sabca auf dem Programm.

Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois, der für den Außenhandel zuständig ist, wird am Dienstagmorgen in der Hauptstadt Rabat zustoßen. Hier stehen vor allem diplomatische Gespräche im Vordergrund. So sind am Dienstag Treffen mit dem Premierminister Saadeddine Ohtmani und dem Außenminister Nasser Bourita geplant. Auch wird dort der erste Spatenstich für den Bau der neuen belgischen Botschaft gemacht. Das Gebäude wird von der Mechelener Baufirma Willemen erstellt.

Am Mittwoch geht es dann noch einmal nach Casablanca. Dort sollen etwa 20 Wirtschaftsabkommen abgeschlossen werden, unter anderem im Bausektor, im Pharmabereich und im Bereich erneuerbare Energie.

Die Wirtschaftsreise geht am Donnerstag in Tanger, im Norden Marokkos, zu Ende.

Die letzte Wirtschaftsdelegation nach Marokko fand 2009 statt und wurde von dem heutigen König Philippe, der damals noch Prinz war, angeführt. 

Letztes Jahr hat Belgien übrigens Waren im Wert von 890 Millionen Euro nach Marokko ausgeführt. Die Importe beliefen sich auf einen Wert in Höhe von 330 Millionen Euro.

Für die Brüsseler Staatssekretärin für Außenhandel, Cécile Jodogne, ist Marokko ein Hauptakteur für Partnerschaften zur Entwicklung von Exporten nach Afrika.

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