Ab heute: De Lijn hält vorerst nicht mehr unter Nordbahnhof

Seit diesem Montagmorgen halten keine Busse der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn mehr unter dem Nordbahnhof in Brüssel.

Die Fahrgäste der De Lijn-Busse werden ab dem heutigen Montag gebeten, am nahe gelegenen Rogiersplatz auszusteigen. Dort sind provisorische Haltestellen eingerichtet worden. Unter dem Nordbahnhof sei die Belästigung durch Transmigranten zu groß, lautet die Begründung von De Lijn.  

Die Bushaltestellen unter dem Nordbahnhof wurden zu unsicher und unhygienisch. Einige hundert Meter weiter, auf dem Rogierplatz soll das Warten auf den Bus angenehmer sein. Etwas unpraktisch ist das vielleicht schon, weil man nun ein paar Schritte mehr laufen muss, aber einer der Pendler, den die VRT an diesem Morgen befragte, zeigte Verständnis.

„Das ist ein Zeichen von Seiten der De Lijn an die Polizei und die Regierung, dass sich da etwas ändern muss. So kann man nicht weitermachen“, erklärt der Fahrgast.

Die Haltestellen sind improvisiert. Die Beschilderung könnte zum Beispiel besser sein. „Hier stehen nirgends Schilder. Es wäre gut, wenn sie einige Hinweisschilder hier hinstellen würden, die anzeigen, dass man ein Stück weiter schauen sollte“, so ein anderer Fahrgast.

Wie lange diese Situation anhält, ist noch unklar. De Lijn und die Fahrgäste setzen ihre Hoffnung nun auf die Stadt und die Regierung. Die müssten nun endlich etwas unternehmen. Die Migranten könnten dort natürlich nicht wohnen bleiben. Die Politiker müssten jetzt mal richtig Politik machen und Verantwortung übernehmen, heißt es noch.

Vorübergehend befindet sich die Haltestelle für Fahrgäste von De Lijn also am Rogierplatz.

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