Nicolas Maeterlinck

Die Preise für Dieselkraftstoff sinken auf das niedrigste Niveau seit August

Die Preise für Dieselkraftstoff und für Heizöl sinken ab Donnerstag, wie das belgische Wirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte. Der Preis für Diesel an der Zapfsäule, der in den vergangenen Monaten ungesehene Höhen erreichte, sinkt auf einen Preis, der seit August nicht mehr so günstig war. Und nein, diese Preissenkung hat nichts mit den Protesten der „Gelbwesten“ gegen die hohen Spritpreise zu tun…

Ab Donnerstag beläuft sich der Maximalpreis für Dieselkraftstoff (B7) an den Zapfsäulen in Belgien auf 1,5480 € pro Liter, was das niedrigste Preisniveau seit dem 20. August ist. Diesel wird damit um 2,9 Eurocent billiger, als der aktuelle Preis. Die Dieselfahrer in Belgien werden sich freuen, denn dieser Kraftstoff ist seit Monaten so teuer wie nie.

Das ist unter anderem eine Folge der hohen Angaben auf Kraftstoffe und der Regierungsmaßnahme, den Preis für Diesel dem für Benzin anzugleichen - auch im Hinblick auf den Klimaschutz. Dieselfahren soll der Preisvorteil an der Zapfsäule gegenüber dem Benzin genommen werden, um so einen Umstieg auf Fahrzeuge zu ermuntern, die weniger schadstoffreiche Antriebe haben.

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Auch Heizöl wird ab Donnerstag in Belgien billiger und zwar um 0,9 Eurocent pro Liter. Diese Preissenkung betrifft sowohl Lieferungen unter als auch über 2.000 Liter. Die Maximalpreise für Heizöl liegen ab Donnerstag bei 0,6987 € für Lieferungen unter 2.000 Liter und bei 0,6702 € für Liefermengen darüber.

Das Timing dieser Preissenkungen könnte darauf schließen lassen, dass die Proteste der sogenannten „Gelbwesten“ gegen die hohen Treibstoffpreise im Besonderen und gegen die Verteuerung der Lebenshaltungskosten im Allgemeinen Wirkung tragen, doch weit gefehlt: Stark sinkende Weltmarktpreise auf Erdölprodukte liegen dieser Entwicklung zugrunde.

Viel billiger werden diese Produkte, speziell die Kraftstoffe für Autos, aber nicht. Dafür sorgen die Preisangleichungen durch Abgaben an den Staat und die Unkosten für den Vertrieb von Diesel und Benzin. Diese Systeme wird die belgische Bundesregierung wohl so leicht nicht anpassen, auch nicht auf Druck der „Gelbwesten“. 

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