Endlich vier Gleise für Belgiens meistbefahrene Bahnlinie

Der meistbefahrene Gleisabschnitt auf dem belgischen Schienennetz, das Teilstück zwischen Brüssel und Denderleuw auf der Strecke von Brüssel Süd/Midi und Gent, ist in den letzten 10 Jahren von zwei auf vier Gleise ausgebaut worden. Jetzt wurde dieser neue Abschnitt für den Verkehr freigegeben. Dies soll dabei helfen, die Verspätungen auf dieser wichtigen Strecke, die Eupen in Ostbelgien an der deutschen Grenze mit Ostende an der Nordseeküste verbindet, zurückzudrängen.

Infrabel, der Infrastrukturdienstleister der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB, konnte am vergangenen Wochenende die letzten Arbeiten an dieser Strecke abschließen. Damit stehen auch zwischen dem Brüsseler Ortsteil Anderlecht und Sint-Katharina-Lombeek bei Ternat in Flämisch-Brabant vier Gleise für den Bahnverkehr zur Verfügung.

10 Jahre arbeitete die Bahn am Ausbau der Gleise zwischen Brüssel und Denderleeuw. Dabei wurde nicht nur die Zahl der Gleise von 2 auf 4 erhöht, sondern auch gleichzeitig 11 Brücken erneuert, z.B. der Pedeviadukt in Dilbeek (Foto).

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Dieser Ausbau auf jetzt 4 Gleise, was auch die Anpassungen und Neubauten der Brücken und Viadukte erforderte, soll die Verbindung zwischen Brüssel und Denderleuw, bzw. Gent und Nordseeküste wieder beschleunigen. Täglich fahren hier etwa 200 Züge entlang und in den Stoßzeiten im Berufsverkehr sind das bis zu 25 Züge pro Stunde.

Knapp eine Woche vor dem neuen Fahrplan wird mit dem Abschluss dieser Arbeiten ein Problem weniger den Reisezugverkehr beeinträchtigen. Interessant ist auch ein Lösungsansatz für die permanente Zugdichte auf der unterirdischen sogenannten „Nord-Süd-Verbindung“, die die Bahnhöfe Brüssel-Nord und Brüssel Süd/Midi via Brüssel-Zentral (Foto unten) verbindet. Bisher war hier eine Fahrzeit von 8 Minuten inklusive Halt im Zentralbahnhof vorgesehen. Nach dem Fahrplanwechsel haben die Züge 9 Minuten Zeit für diesen Streckenabschnitt…  

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