Flanderns Umweltministerin: „Fliegen ist heute viel zu billig“

Flanderns Umweltministerin Joke Schauvliege (CD&V - Foto) ist der Ansicht, dass die Europäische Union eine Steuer auf die Luftfahrt erheben muss. Im Rahmen der VRT-Politiksendung „Villa Politika“ sagte die flämische Christdemokratin, dass Fliegen im Sinne des Klimawandels heute zu günstig sei. In ihre Kritik schloss sie aber auch die Schifffahrt mit ein. Die Probleme mit diesen Verkehrsmitteln seien nur international zu lösen und nicht auf nationaler oder regionaler Ebene, so Schauvliege.

Flanderns Umweltministerin Schauvliege sagte am Mittwoch gegenüber VRT NWS, dass sowohl die Luftfahrt, als auch die Schifffahrt ihr Scherflein am Klimaschutz beizutragen hätten: „Nicht nur die Bürger sollen sich mehr anstrengen, um besser mit unserer Umwelt umzugehen. Auch Sektoren, wie die Luft- und Schifffahrt müssen ihren Beitrag leisten.“

„Fliegen ist momentan zu günstig. Man bezahlt nicht mit für den Umweltschaden, der dadurch angerichtet wird.“

Flanderns Umweltministerin Joke Schauvliege

Im Hinblick auf den EU-Klimaplan müsse Europa diese Sektoren mit entsprechenden Abgaben belasten: „Wir leben nicht auf einer Insel. Wenn wir in Flandern eine Steuer auf Flüge erheben, dann nehmen die Leute das Flugzeug in den Niederlanden. Das muss in der EU geregelt werden.“

Eine EU-weite Umweltsteuer auf die Luftfahrt wird sich wahrscheinlich verteuernd auf die Preise für Flugtickets auswirken, doch nach Ansicht der Ministerin sind auch derartig unpopuläre Maßnahmen auf dieser Ebene nicht zu vermeiden.

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