In Ypern sollen Panzer aus dem Ersten Weltkrieg ausgegraben werden

Am kommenden Wochenende beginnen Archäologen damit, nach Panzern aus dem Ersten Weltkrieg zu suchen. Diese Panzer sollen auf dem sogenannten „Panzerfriedhof“ auf „Het Hooge“ in Ypern in Westflandern gefunden und ausgegraben werden. Ein solches Vorhaben ist in Flandern eine Premiere. Zuschauer sind ausdrücklich erwünscht.

Wer sich ein Bild davon machen möchte, welche Geheimnisse der Boden unter den ehemaligen Schlachtfeldern des „Großen Krieges“ verbirgt, der sollte sich am kommenden Samstag und Sonntag nach Ypern begeben, denn am „Tankkerkhof van het Hooge“, einem „Panzerfriedhof“ aus der Nachkriegszeit, wird nach Relikten aus dieser Zeit gegraben.

Dieser „Panzerfriedhof“ war kurz nach dem Ersten Weltkrieg, wie unsere Illustrationen, Postkarten von 1919, belegen, eine Attraktion. Die ersten Besucher, die zu den ehemaligen Schlachtfeldern pilgerten, ließen sich dort gerne vor zerschossenen Tanks ablichten.

Jetzt stellt sich die Frage, was davon nach rund 100 Jahren noch übrig geblieben ist? Aus Luftaufnahmen aus dem Jahr 1917 und aus aktuellen Bodenscans sind die Konturen von 5 Panzern ersichtlich. An zwei Stellen soll gegraben werden. Intakte Panzer werden sicher nicht zu finden sein, wohl aber Teile der Panzerung oder vielleicht Panzerketten.

Alles, was dort am kommenden Wochenende gefunden und vielleicht ausgegraben wird, geht an das privatgeführte „Hooge Crater Museum“ in Zillebeke bei Ypern, wo nächstes Jahr eine Ausstellung eröffnet werden wird, in der es um den Wiederaufbau der Ortschaften in der sogenannten „Westhoek“ gehen wird und um den ersten Weltkriegstourismus in Westflandern und dessen spätere Entwicklung. 

© IWM (Q 57694)

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