Von islamistischem Kämpfer entführte Yasmine (4) wieder in Belgien angekommen

Die inzwischen 4 Jahre alte Yasmine, die Tochter eines radikalen islamistischen Kämpfers aus Brüssel, ist am Dienstag nach Belgien zurückgekehrt. Am Montag war das kleine Mädchen an der türkisch-syrischen Grenze (Foto) nach anderthalb Jahren Aufenthalt in einem islamistischen Rebellenlager in Syrien wieder mit seiner Mutter vereint worden. 

Der Vater von Yasmine hatte seine Tochter vor anderthalb Jahren ohne Wissen seiner Mutter entführt und mit nach Syrien genommen, wo er sich einer islamistischen Rebellengruppe angeschlossen hatte. Doch schon nach kurzer Zeit kam der Mann im Kampf ums Leben. Yasmine aber bliebt bis jetzt mutterseelenalleine im Lager einer islamistischen Gruppe in Syrien, der eine Nähe zu al-Quaeda nachgesagt wird.

Der Rückkehr des Kindes zu seiner Mutter nach Brüssel mussten erst noch zwei islamische Gerichte zustimmen, doch am Dienstag konnte die Brüsselerin ihr Töchterchen wieder in die Arme schließen.

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft, die die Rückkehr des Kindes nach Belgien begleitete, wird die jetzt notwendigen Schritte zum Wohle von Yasmine unternehmen. Das bedeutet, dass der Gesundheitszustand des Kindes, sowohl psychisch als auch physisch, gecheckt werden. Das Jugendamt wird zudem Mutter und Kind begleiten.

Auf keinen Fall, so die Staatsanwaltschaft, sollen Mutter und Kind voneinander getrennt werden. Die Staatsanwaltschaft appellierte an die Medien, die Privatsphäre der Familie zu respektieren und gab näheres zur weiteren Vorgehensweise aus diesem Grunde auch nicht bekannt.

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