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Zu gefährlich oder die Zukunft? Mit dem E-Bike zur Arbeit

Stets mehr Arbeitnehmer entscheiden sich, mit einem E-Bike zur Arbeit zu fahren. Da solche E-Bikes relativ teuer sind, ist eine Möglichkeit, die sich anbietet, das Radleasing. Doch nicht alle Unternehmen fördern diese Art der Fortbewegung, denn ein Speedpedelec kann sehr gefährlich sein. 

Viele Unternehmen befürchten, dass sich ihre Arbeitnehmer einem zu großen Unfallrisiko aussetzen, wenn sie mit solch einem superschnellen Rad, mit dem man bis zu 45 Stundenkilometer fahren kann, zur Arbeit kommen.

Dirk Wijns vom Unternehmen Acerta betonte in der VRT: „Wenn ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig ist, dann hat der Arbeitgeber doppelte Kosten: So kann einerseits die Prämie für Arbeitsunfälle steigen und andererseits entstehen auch noch Vertretungskosten für den Arbeitnehmer, der ausfällt.

Johan De Mulder vom Radleasingunternehmen B2Bike bekommt dieses Argument oft zu hören. Trotzdem versucht er, die Unternehmen vom Nutzen der E-Bikes zu überzeugen. „Entscheidet man sich gegen das Angebot der E-Bikes im Unternehmen, schließt man von vornherein einen Teil des Personals aus, nämlich jeden, der mehr als 15 Kilometer von seinem Arbeitsplatz entfernt wohnt. Indem man den Mitarbeitern jedoch ein E-Bike zur Verfügung stellt oder die Möglichkeit bietet, ein E-Bike zu leasen, kann man für fast alle Mitarbeiter eine Lösung anbieten“, so De Mulder.

Eine Führerscheinausbildung für E-Bikes könnte die Lösung sein, unterstreicht Elien Raport, Verkehrskoordinatorin in der VRT. „Wer sich für ein Speedpedelec entscheidet, den verpflichten wir zu einer Schulung. Dazu gehört dann sowohl die Fahrpraxis als auch die Verkehrstheorie, das heißt, das Erlernen der Straßenverkehrsordnung.“

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