Asyldienste ziehen um. Doch was sind die Folgen?

Das Personal, das Asylanträge in Belgien bearbeitet, zieht um. Einige Beamte haben an diesem Montagmorgen bereits in einem neuen Bürogebäude ihre Arbeit aufgenommen. Andere müssen noch warten, bis der neue Arbeitsplatz fertiggestellt ist. 

Bislang waren alle Asyldienste in Fußnähe vom Brüsseler Nordbahnhof untergebracht. Doch die Büros sind veraltet und kosten zu viel. Die Regierung hat deshalb entschieden, den Asyldienst zu verlegen.

Menschen, die Schutz suchen, werden sich von nun ab nicht an einen, sondern gleich an drei verschiedene Orte während ihres Asylverfahrens begeben müssen: Sie werden zunächst das so genannte „Klein Kasteeltje“ aufsuchen müssen, wo sie sich anmelden sollen. Dort bekommen sie auch einen Aufnahmeplatz zugewiesen. Danach müssen sie sich für ihr erstes Interview zur Pachecolaan, unweit des Finanzturms, bewegen. Und für die gründliche Untersuchung ihres Dossiers wird künftig ein Büro am Südbahnhof zuständig sein.

Viel Unterschied macht dieser Umzug für die alleinstehenden männlichen Flüchtlinge allerdings nicht. Sie werden schon seit zehn Tagen immer wieder vom Ausländeramt weggeschickt. Der Staatssekretär für Asyl und Migration, Theo Francken, hatte eine Richtlinie vorgelegt, nach der zunächst Frauen und Kinder vorgelassen werden müssen. Damit wird es ihnen aber unmöglich gemacht, Asyl zu beantragen.  Und so irren sie ohne irgendwelche Informationen auf den Brüsseler Straßen umher.

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