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Milliardär Albert Frère gestorben

Albert Frère ist an diesem Montag im Alter von 92 Jahren verstorben. Das meldet seine Holding Gruppe Brüssel Lambert (GBL). Frère gilt als der wichtigste Industrielle der Nachkriegsjahre in Belgien.

In dem Pressebericht huldigt GBL, seinen Ehrenvorsitzenden. "Mehr als drei Jahrzehnte lang ist GBL unter seiner Leitung zu einem der größten Holdingunternehmen in Europa angewachsen. Seine professionellen und menschlichen Qualitäten haben unsere Gruppe sehr geprägt", heißt es auch noch bei GBL.

Die Beerdigung wird im engsten Familienkreis stattfinden, meldet GBL.

Frère war Jahrzehnte lang der wichtigste Unternehmer, Industrielle und Anleger Belgiens. Er hat sein Geschäftsimperium auf strategische Sektoren wie Energie, Industrie- und Finanzdienste ausgeweitet. Der Reichtum Frères basiert auf dem Prinzip „billig einkaufen und teuer verkaufen“.

Er spielte eine große Rolle in der Nachkriegswirtschaft dieses Landes, zum Beispiel im wallonischen Stahl, dem französischen Vorstoß auf dem belgischen Energiesektor und im Kampf um die Société générale de Belgique. Baron Frère - 1994 wurde ihm der Adelstitel verliehen - galt als einer der reichsten Bürger von Belgien.

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Vom Schrotthändler zum Milliardär

Das Vermögen von Albert Frère wird übrigens auf rund 5,2 Milliarden Euro (6 Milliarden Dollar) geschätzt. Er war der Sohn eines Schrotthändlers und ein echter Self-made man.  Er trat zunächst in den Familienbetrieb ein, aber es dauerte nicht lange und in den 70er Jahren gehörte ihm fast der gesamte Stahlverkauf in der Region um Charleroi. Als die Stahlindustrie in die Krise stürzte, verkaufte er sein Unternehmen an den Staat.  Mit den Einnhamen  der Veräußerung startete er seine zweite Karriere als Financier.

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