Über 800 Gemeinden schließen sich der Allianz für Dosen- und Plastikflaschenpfand an

Bereits 834 Städte und Gemeinden und andere Einrichtungen in Belgien und in den Niederlanden haben sich der vor knapp einem Jahr entstandenen Allianz für Dosen- und Plastikflaschenpfand angeschlossen. Diese Allianz fordert von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Einrichtung eines Pfandgelds für Einwegflaschen und -dosen im Handel.

Nach Angaben von Tom Zoete, dem Sprecher von Recycling Netwerk, dass die Allianz mit ins Leben gerufen hat, werden immer mehr Kommunen auf das Problem aufmerksam: „Die Forderung nach einem Pfandgeld auf Getränkedosen und -flaschen wird immer lauter. In einem Jahr wuchs diese Basis von 21 Kommunen auf 834 Städte und Gemeinden sowie Organisationen und Unternehmen.“

Interessant ist, dass sich dieser Allianz immer mehr Unternehmen anschließen. Zuletzt meldeten sich der belgische Hersteller von umweltfreundlichen Wasch- und Spülmitteln, Ecover, die nachhaltige niederländische ASN Bank und der flämische Sozialverband beweging.net (der 2014 aus der christlichen Arbeiterbewegung ACW entstanden ist) bei der Pfandallianz an.

In den Niederlanden gehören bereits alle Provinzen und 95 % aller Städte und Gemeinden dem Verband an und im belgischen Bundesland Flandern haben sich rund 56 % aller Städte und Gemeinden angeschlossen. Inzwischen machen auch jeweils zwei Kommunen aus Wallonien und aus der Brüsseler Hauptstadt-Region dabei mit.

Allen Beteiligten geht es darum, die Regierungen in Belgien sowohl auf föderaler als auch auf Landesebene und die niederländische Regierung dazu zu bewegen, jeweils ein solches Pfand auf Einweg-Getränkeverpackungen einzuführen. Hauptgrund ist die Abfallvermeidung bzw. die Vermeidung von „wildem Müll“, doch auch der allgemeine Umweltschutz spielt hierbei eine große Rolle.

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