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Lineas stärkt seine Präsenz mit zunehmenden Aktivitäten in Deutschland

Im Hinblick auf die Bedeutung des deutschen Marktes für das „Green Xpress Network“ von Lineas baut die Gütertochter der belgischen Bahn NMBS/SNCB ihr Netzwerk in Deutschland aus. Einer der Schritte in dieser Hinsicht ist die Eröffnung eines „Operations Center“ in Mainz. Zudem eröffnet Lineas deutschlandweit neue Umschlagplätze - sogenannte Hubs. 

Lineas verfügt bereits über ein Büro mit einem kaufmännischen und einem operativen Team in Mainz. Dieser Standort hat eine strategisch günstige Lage im Dreieck Rotterdam - Antwerpen - Rhein/Ruhrgebiet, wo 40 % der europäischen Chemieindustrie angesiedelt sind. Das neue „Operations Center“ in Mainz verfolgt die 200 Lineas-Züge, die jede Woche in und durch Deutschland fahren und wird damit der Nachfrage auf dem deutschen und europäischen Markt nach einem noch direkteren lokalen Ansprechpartner gerecht, so Lineas in einer Pressemitteilung.

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„Unser deutsches Team wächst ständig, um den engen Kontakt zu unseren Kunden zu pflegen. Wir prüfen auch die Möglichkeit, Produkte anzubieten, die speziell auf den deutschen Markt zugeschnitten sind. Kurzfristig wollen wir unser Team zudem mit eigenen Rangierern und Rangierlokomotiven verstärken. Mit dem ‚Operations Center‘ können wir dafür die notwendige Unterstützung bieten, um so das ‚Green Xpress Network‘ effizient und qualitativ hochwertig auszubauen“, sagt Jan Elfenhorst, Director European Sales & Business Development und General Manager von Lineas Deutschland.

Das Mainzer „Operations Center“ arbeitet seit dem 1. September 2018 und übernimmt eine koordinierende Rolle zwischen Kunden, Infrastrukturmanagern, Lokführern, Bahnhöfen und anderen Beteiligten. Neben dem direkten Ansprechpartner für Kunden können nun auch externe Partner effizienter gesteuert werden, damit der Verkehr von Lineas-Güterzügen noch reibungsloser ablaufen, als bisher.

Green Xpress Network: End-to-End-Lösung für ganz Europa

Ein „Green Xpress-Produkt“, also ein internationaler Lineas-Güterzug, ist eine durchgängige Lösung, die verschiedene Frachttypen bündelt, von Stahl über Chemikalien und Konsumgüter bis hin zu Paletten und Containern. Mit solchen gebündelten Ladungen nutzt Lineas die Vorteile der Schiene für nachhaltige Transporte großer Frachtmengen über (mittel)lange Strecken mit hoher Frequenz aus.

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Lineas-Züge in Aachen-West, Foto: Andreas Kockartz

Das GXN-Angebot wurde 2014 gestartet. Inzwischen bietet es bereits 16 Verbindungen, darunter den „Cologne Shuttle“, den „Mannheim Xpress“ und den „Saxony Xpress“. Mit dem „Saxony Xpress“ reagiert Lineas vor allem auf den Bedarf in der Chemiebranche, da er die Chemie-Cluster Lyon (Frankreich), Antwerpen (Flandern), Geleen (Niederlande) und die Buna-Werke in Schkopau (Sachsen) verbindet. Der „Sachsen Xpress“ fährt derzeit viermal pro Woche (dienstags, mittwochs, donnerstags und samstags) von den Buna-Werken ab.

Enge Zusammenarbeit mit externen Partnern

Lineas arbeitet in Köln mit dem Waggon-Vermieter VTG und in Mannheim und Worms mit Rhenus eng zusammen. In Leipzig nutzt die Gütertochter der NMNS/SNCB die Leistungen der privaten Güterbahngesellschaften MEG und InfraLeuna. In Zukunft sollen weitere Lineas-Hubs entstehen und zwar am Binnenhafen in Duisburg, in Stuttgart und München sowie auch im Hamburger Hafen. Damit will Lineas sein Netzwerk in Deutschland flächendeckend ausbauen.

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Auch in den Niederlanden übernimmt Lineas mehr und mehr Transporte im Güterbereich. Hier hat die belgische Güterbahn einige Zugleistungen zwischen Belgien und den Niederlanden von Konkurrent DB Cargo übernommen. Dabei nutzt Lineas nicht selten auch die Dienste des privaten Güterbahnunternehmens Captrain, ein weiterer enger Partner im „Green Express Network“.

Die Deutsche Bahn AG betreibt seit einigen Jahren bereits den Güterverkehr in den Niederlanden, wo die dortige Staatsbahn NS ihre Leistungen abgegeben hat. Im Gegenzug will aber auch DB Cargo seine Frachtdienstleistungen in Belgien ausbauen. Dazu werden gerade neue Elektrolokomotiven vom Typ Siemens Vectron (Foto unten) in Belgien homologiert, bzw. für die Zulassung auf dem NMBS/SNCB-Infrabel-Gleisnetz getestet. 

Foto: Andreas Kockartz

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