BELGA/VERGULT

Im internationalen Vergleich bleibt der Steuerdruck in Belgien weiter hoch.

Auf der Liste der OECD-Länder mit dem höchsten Steuerdruck bleibt Belgien auf Platz 3. Im OECD-Berichtjahr 2017 betrug der Steuerdruck in Belgien 44,6 %, was einem Anstieg um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. 

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat erneut den Steuerdruck in seinen Mitgliedsländern analysiert und dabei kam heraus, dass Belgien in dieser Hinsicht auf Platz 3 rangiert. Nur in Frankreich, wo der Steuerdruck bei 46,2 % liegt und in Dänemark mit 46 % liegt der Abgabendurchschnitt noch höher, wie aus den Zahlen hervorgeht, die die OECD in dieser Woche vorgestellt hat.

Der hohe Steuer- und Abgabendruck in Belgien ist seit vielen Jahren ein Streitpunkt mit der Wirtschaft und den Sozialpartner mit der jeweiligen Regierung. Die aktuelle Mitte-Rechts-Regierung hat mit ihrer Tax Shift, eine Verschiebung der Abgaben auf Arbeit in Richtung anderer Faktoren, schon einiges bewirken können, doch dies hat sich noch nicht in den OECD-Analysen niederschlagen können.

Der Steuerdruck entspricht dem Verhältnis zwischen Steuern und den Sozialabgaben eines Landes im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Innerhalb der OECD-Länder beträgt er durchschnittlich 34,2 %. Die meisten Mitglieder gehören zu den Ländern mit einem eher hohen Pro-Kopf-Einkommen und gelten als entwickelte Länder. Sitz der Organisation ist seit 1949 Schloss La Muette in Paris. Die OECD hat weltweit 36 Mitglieder und die EU-Kommission ist in diesem Gremium ebenfalls vertreten. 

Weitere Nachrichten