Nicolas Maeterlinck

Nach Straßburg: Polizei auf Brüssels Weihnachtsmärkten besonders wachsam

Nach der Schießerei mit tödlichem Ausgang auf dem Weihnachtsmarkt von Straßburg, wo es am Dienstagabend einen mutmaßlichen Terroranschlag mit Toten und Verletzten gab, erhöht die Polizei ihre Wachsamkeit auch in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Bundesjustizminister Koen Geens (CD&V) wird jedoch die derzeit geltende Terrorwarnstufe nicht erhöhen.

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt von Straßburg in Frankreich, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen, nach dem ein weiteres Opfer klinisch tot ist und nach dem 12 Personen zum Teil schwerste Verletzungen erlitten, wird auch in Brüssel reagiert. Bürgermeister Philippe Close (PS) beschloss am Mittwoch in Absprache mit dem Korpschef der Polizeizone Brüssel Hauptstadt-Elsene, die Wachsamkeit auf den Weihnachtsmärkten in der Innenstadt zu erhöhen. Das gilt auch für die „Winterfreuden“ im Sint Katelijnen-Viertel.

In Frankreich wurde die Terrorwarnstufe nach dem Vorfall im ganzen Land erhöht. Dazu sieht Belgien aber keinen Anlass. Das staatliche belgische Koordinationszentrum für Bedrohungsanalyse (OCAD) sieht nach Straßburg keinen Anlass für einen solchen Schritt, da keine Verbindung zu Belgien vorliege. Daraufhin gab Bundesjustizminister Geens bekannt, auf einen solchen Schritt zu verzichten.

Bei der Brüsseler Polizei hieß es dazu am Mittwoch, dass die Polizei so oder so auf den Weihnachtsmärkten und allen anderen entsprechenden Veranstaltungen präsent ist, sowohl in Uniform, als auch mit Beamten in Zivil. Die Besucher solcher Veranstaltungen sind allerdings dazu aufgerufen, Verdächtiges sofort zu melden. Alle anderen Maßnahmen, wie z.B. Betonblöcke oder Zäune an den Ein-und Ausgängen sind so oder so vorhanden, so wie das auch im Falle einer erhöhten Terrorwarnung wäre, wie eine Polizeisprecherin dazu gegenüber VRT NWS angab. 

Weitere Nachrichten