Belgiens Premier Michel zum Brexit-Deal: “Ich bin nicht optimistisch“

Wird es einen Brexit-Deal geben? Wenn ja, wie wird er aussehen? Mit diesen Fragen und den Sorgen, die damit zusammenhängen, beschäftigt sich in diesen Tagen einmal mehr die gesamte Europäische Union. Am Rande des gerade in Brüssel stattfindenden EU-Gipfels zeigte sich Belgiens Premierminister Charles Michel (MR - Foto) nicht besonders zuversichtlich.

„Ich bin nicht optimistisch. Wir müssen hart arbeiten, um einen No-Deal Vorzubereiten. Mein Eindruck ist der, dass wir die Vorbereitungen in Richtung eines No-Deal sogar noch beschleunigen müssen, denn die Chance darauf ist real. (…) Die fundamentale Frage lautet: ist ein Abkommen in Großbritannien möglich? Ja oder Nein?“ So klang der belgische Regierungschef am Freitagmorgen nach dem ersten Tag des EU-Gipfels in Sachen Brexit. Zuversicht hört sich anders an…

Die britische Premierministerin Theresa May bat ihre (noch)-EU-Kollegen wieder einmal um Zugeständnisse, um ihren Brexit-Deal durch das britische Parlament in London bringen zu können. Doch in Brüssel hieß es dazu: „Das Abkommen ist nicht neu zu verhandeln.“

Unser Land müsse sich auch auf das andere Szenario vorbereiten, also auf einen möglichen No-Deal, so Michel: „Das Abkommen liegt jetzt in den Händen des britischen Parlaments und es gibt eine gigantische Unsicherheit. Es ist wichtig, dass wir in Europa, aber auch hier in Belgien auf beide Optionen vorbereitet sein müssen. (…) Im Fall eines No-Deal müssen wir gewappnet sein, denn das wird große Folgen für den Zoll, die Unternehmen, die Bürger und die Wirtschaft haben.“

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